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Arbeitslose sind häufiger von Corona betroffen

Es sind schockierende Zahlen: Das Coronavirus betrifft Arbeitslose hierzulande deutlich häufiger als Arbeitnehmer. Wie kann das sein?

Das Coronavirus zeigt grundsätzlich die Verwundbarkeit der gesamten Gesellschaft, denn infizieren kann sich mit der schlimmen Infektionskrankheit, die weltweit wütet, jeder. Doch dennoch zeigen sich auch mit Blick auf das Coronavirus erneut starke sozioökonomische Unterschiede. Eine neue Auswertung des Instituts für Medizinische Soziologie des Uniklinikums Düsseldorf in Kooperation mit der AOK Rheinland/Hamburg zeigt dabei eine schockierende Korrelation auf.

Hartz IV erhöht Wahrscheinlichkeit einer Infektion

Viele Verbraucher in Deutschland kämpfen mit gravierenden finanziellen Problemen und setzen deshalb beispielsweise auf eine Schuldnerberatung oder auch ein Produkt wie das Girokonto ohne Schufa. Was dabei aber den wenigsten klar ist: Schulden führen nicht nur zu finanziellen Problemen, sie machen auch krank. Viele Statistiken in der Vergangenheit haben das bereits deutlich gemacht, so liegt etwa die Lebenserwartung von verschuldeten Personen deutlich niedriger als die von Wohlhabenden. Doch es sind nicht nur die finanziellen Möglichkeiten, auch die Arbeitssituation spielt eine große Rolle. Mit Blick auf die Lebenserwartung haben auch das schon mehrere Studien klar nachgewiesen. Die Erhebung zum Coronavirus zeigt nun allerdings einen noch deutlich stärkeren Unterschied, als man möglicherweise erwartet haben möchte. Statistisch besonders häufig von einer Corona-Infektion betroffen sind hierzulande Empfänger von Hartz IV.

Menschen ohne Job fast doppelt so häufig betroffen

Konkret wurden im Rahmen der Studie knapp 1,3 Menschen und deren Krankheitsdaten anonymisiert untersucht. Dabei hat sich ein schockierender Zusammenhang gezeigt, denn bei den Hartz IV-Empfängern sind 84,1 Prozent mehr von einer Infektion betroffen als in der Vergleichsgruppe der Arbeitnehmer. Das heißt konkret, dass unter den Hartz IV-Empfängern auf 100.000 Einwohner gerechnet fast doppelt so viele von einer Coronavirus-Infektion betroffen sind. Das mag besonders deshalb überraschen, weil Empfänger der Hilfen nicht zwingend jeden Tag einen Arbeitsweg mit größerer Infektionsgefahr auf sich nehmen müssen und zudem auch nicht in einem Großraumbüro arbeiten müssen. Wie können die Zahlen dennoch so viel höher sein?

Lebenssituation spielt eine große Rolle

Experten gehen davon aus, dass eine Rolle unter anderem die Wohnsituation spielt. Wer weniger Geld hat, lebt meist auf weniger Raum zusammen mit mehr Menschen – das erhöht die Infektionsgefahr. Dazu kommt, dass andere Untersuchen zeigen, dass die Lebenssituation von Empfängern von Sozialhilfe und ärmeren Schichten generell für ein höheres Erkrankungsrisiko sorgt. Leider zeigen auch Studien aus anderen Ländern dieselben Effekte: In England etwa sterben laut einer Studie fast doppelt so viele Menschen aus ärmeren Vierteln wie Menschen aus reichen Stadtteilen an einer Corona-Infektion. All das sollte klar werden, dass sich in der Sozialpolitik etwas ändern muss. Arbeitslose Menschen dürfen nicht auch noch medizinisch vergessen werden. 


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