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Armutsquote in Deutschland erreicht neue Höchststände

Wie groß ist das Problem wachsender Armut in Deutschland? Der Paritätische Wohlfahrtsverband berichtet von einer schlimmen Entwicklung.

Statistik ist immer ein schwieriges Thema, da keineswegs immer alle Zahlen auch dasselbe Ergebnis mit sich bringen. Aktuell zum Beispiel zeigt sich das am Schuldneratlas von Creditreform, der trotz der Coronakrise positive Zahlen aufzeigt – unter anderem einen Rückgang bei der Zahl der Überschuldeten. Ähnlich sieht es bei einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes aus, die einen Rückgang bei der Armut beschreibt. Ganz anders sieht es der Paritätische Wohlfahrtsverband, der einen Rekordwert bei der Armutsentwicklung erkennt. Wie kann das sein?

Neuere Daten beim Paritätischen Wohlfahrtsverband

Beim Thema Datenauswertung ist es bei Armut, Überschuldung und Privatinsolvenzen immer schwer an aktuelle Daten zu kommen. Das führt auch statistisch zu Problemen, denn die Datensätze sind oft Monate oder sogar Jahre alt – abgebildet werden kann also immer nur das Bild der Vergangenheit. Das zeigt sich bei der Armutsstatistik besonders. Die Daten des Statistischen Bundesamts stammen etwa aus dem Jahr 2018 – hier war die Armut in Deutschland leicht zurückgegangen. Der Paritätische Wohlfahrtsverband dagegen setzt nach eigenen Angaben auf neuere Daten, konkret solche aus 2019 aus dem Mikrozensus. Dabei zeigen sich schockierende Entwicklungen, die allerdings gleichzeitig nicht überraschen. Nicht umsonst setzen in Deutschland seit Jahren immer mehr Menschen auf ein Produkt wie das Girokonto ohne Schufa.

Armutsquote erreicht einen neuen Höchstwert

Laut dem Paritätischen Wohlfahrtsverband ist das Thema Armut trotz einer schockierenden Entwicklung noch immer nicht im Fokus. Dabei sollte es genau das sein, denn die Armutsquote hat im Jahr 2019 einen neuen Höchstwert erreicht: Die sogenannte Armutsquote ist demnach auf 15,9 Prozent gestiegen – das ist mehr als jeder achte Verbraucher in Deutschland. In absoluten Zahlen sind laut des Verbandes insgesamt 13,2 Millionen Menschen im ganzen Land von Armut betroffen. Das ist nicht nur der gemessene Wert seit der Wiedervereinigung, sondern gleichzeitig auch der höchste Stand jemals. Der Wohlfahrtsverband sieht den Anstieg besonders in der Einkommensungleichheit begründet, die unbedingt angegangen werden müsse – beispielsweise durch eine signifikante Erhöhung des Hartz IV-Satzes.

Entwicklung könnte sich im Jahr 2021 verschärfen

Dass Handlungsbedarf besteht, liegt allerdings nicht nur an den hohen Zahlen aus dem Jahr 2019. Die Experten gehen vielmehr davon aus, dass die Armutsquote im Jahr 2020 noch einmal signifikant steigen dürfte. Die Coronakrise trifft besonders Menschen mit geringem Einkommen, wegfallen gerade die schlecht bezahlten Jobs. Das bedeutet voraussichtlich, dass die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland noch weiter aufgeht. Die Folge dessen dürfte klar sein: Die Armutsquote steigt weiter. Bald könnten damit schon mehr als 15 Millionen Menschen im Land von Armut betroffen sein – dem Wirtschafts- und Jobboom zum Trotz. 


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