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Armutsquote in Deutschland steigt weiter

Die Geschichte vom Wachstum für alle funktioniert in Deutschland schon lange nicht mehr für jeden – das zeigt auch eine neue Studie.

Überschuldung und Armut sind Themen, die traurigerweise in Deutschland noch immer allgegenwärtig sind. Nicht umsonst setzen viele Verbraucher auf ein Produkt wie das Girokonto ohne Schufa, um sich vor finanziellen Gefahren zu hüten. Wie ernst die Lage ist, zeigt auch eine neue Erhebung der Bertelsmann Stiftung, die den Social Justice Index 2019 vorgestellt hat. Dort zeigt sich ein wenig überraschendes Bild: Trotz des Wachstums der Wirtschaft und mehr Arbeitsplätzen ist die Armutsquote in Deutschland gestiegen.

Soziale Gerechtigkeit in Deutschland vergleichsweise gut

Wenngleich die Entwicklung in Deutschland keineswegs nur positiv ist, zeigt die Studie auch teils gute Tendenzen. Das gilt primär für die soziale Gerechtigkeit, in der Deutschland vergleichsweise solide abschneidet. Von 41 untersuchten Ländern schafft es Deutschland auf einen respektablen zehnten Platz. Zwar gibt es gerade in Nordeuropa noch einige Länder, die besser abschneiden, aber in Deutschland geht es beispielsweise gerechter zu als in der Schweiz oder in Österreich. Besonders schlecht schneiden in dieser Statistik Länder wie die USA und Südkorea ab, wo etwa die Chancengleichheit besonders gering ausgeprägt sind. Neben der Chancengleichheit wurden auch noch einige weitere Aspekte, etwa die Generationengerechtigkeit, die Bildungschancen oder die Inklusion unter die Lupe genommen. Deutschland schneidet dabei in allen Bereichen ähnlich ab, einzig die Generationengerechtigkeit ist im Vergleich problematisch.

Armutsquote steigt von 9,4 auf 9,8 Prozent

Dennoch gibt es natürlich auch eine andere Zahl, die aufhorchen lässt. Die Armutsquote ist laut der Statistik der Bertelsmann Stiftung von 9,4 auf 9,8 Prozent der Bevölkerung gestiegen – und dass in gerade einmal fünf Jahren. Zwar ist dies ein Trend, der auch in anderen Industriestaaten zu beobachten ist, dennoch ist die Entwicklung zweifelsfrei problematisch. Dies gilt insbesondere deshalb, weil die Wirtschaft in diesen fünf Jahren stark gewachsen ist. Die Arbeitslosigkeit ist im gleichen Zeitraum um mehrere Prozentpunkte gefallen, die Löhne sind im Schnitt für deutsche Verhältnisse vergleichsweise stark gestiegen. Doch genau diese Effekte kommen eben bei keineswegs allen Verbrauchern hierzulande an.

Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander

Auch wenn die Daten im Social Justice Index insgesamt noch vergleichsweise positiv für Deutschland aussehen, zeigt sich eben dennoch ein besonders problematischer Trend: Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Deshalb steigt auch die Armutsquote, denn diese berechnet sich immer vom Medianeinkommen ausgehend, sodass es sogar dann mehr Arme geben kann, wenn alle Verbraucher mehr Geld verdienen. In jedem Fall muss man aber hinterfragen, wo die Entwicklung hingeht, denn die Armutsquote wird in den nächsten Jahren besonders bei einer abflauenden Wirtschaft sicherlich noch weiter steigen. 


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