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Aufgeschobene Insolvenzen im Jahr 2021

Das Jahr 2020 steht für einen historischen Tiefstand bei der Zahl der Insolvenzen – doch die Folgen des Krisenjahres wurden einfach nur nach hinten verschoben.

Friede, Freude, Eierkuchen – so könnte man die Entwicklung der Insolvenzzahlen in Deutschland in den letzten Monaten beschreiben. Immer weniger Menschen mussten trotz der Krise eine Insolvenz anmelden und auch bei den Unternehmen gab es starke Rückgänge. Die Werte passten dabei nicht zu den wirtschaftlichen Entwicklungen und den schweren Folgen des Lockdowns. Dabei zeigt sich allerdings nur, dass der Staat geschickt eingewirkt hat – langfristig wird es das nicht tun können, weswegen Produkte wie das Girokonto ohne Schufa und Schuldnerberatungen im neuen Jahr noch stärker an Bedeutung gewinnen werden.

Durch neues Insolvenzrecht nach hinten geschoben

Ein Grund für die ausbleibenden Insolvenzen im Jahr 2020 war die lange Verschiebung der Reform der Privatinsolvenz. Eigentlich schon am Anfang des Jahres sollten in Deutschland neue Regeln für die Privat- und Unternehmensinsolvenz gelten. Gedauert hat es allerdings bis Ende des Jahres und auch wenn die Regeln teils rückwirkend gelten, haben die meisten Betroffenen abgewartet. Im ersten Halbjahr 2021 mit der nun neuen Privatinsolvenzregelung – diese sieht ein reguläres Ende nach drei statt bislang sechs Jahren vor – und auch den neuen Regularien für Firmeninsolvenzen, dürfte die Zahl der Insolvenzanmeldungen wieder stark steigen. Nach dem Rekordjahr mit Blick auf die niedrigen Insolvenzzahlen dürfte 2021 ein Rekordjahr in der entgegengesetzten Richtung werden.

Zombieunternehmen und staatliche Transferleistungen

Doch es ist nicht nur das Privatinsolvenzrecht, dass für eine Verschiebung der Insolvenzen sorgt. Vielmehr hat der Staat im Jahr 2020 auch in einer Art und Weise auf eine Unterstützung von Privatpersonen und Unternehmen gesetzt, wie nie zuvor. Durch die Aussetzung der Insolvenzpflicht wurden tausende, vielleicht sogar zehntausende Unternehmen über das Jahr hinweg am Leben gehalten, obwohl sie in normalen Zeiten in die Insolvenz gemusst hätten – mit entsprechenden Folgen für den Arbeitsmarkt. Die meisten dieser Firmen werden mittelfristig dennoch in die Insolvenz müssen, denn auch ein „Zombieunternehmen“ kann nicht für immer überleben. Ähnliche Wirkungen dürfte es mit Blick auf die Kurzarbeit und andere Transferleistungen geben. Sobald diese auslaufen, dürften noch mehr Verbraucher ihren Job verlieren – mit Folgen für die Privatinsolvenzen.

Experten sehen starken Anstieg im Jahr 2021

Dass Experten entsprechend prognostizieren, dass die Zahl der Privatinsolvenzen im Jahr 2021 enorm steigen wird, kommt nicht überraschend. Schon im ersten Halbjahr dürfte es negative Rekordwerte geben, je nach wirtschaftlicher Erholung könnten diese im zweiten Halbjahr dann sogar noch einmal übertroffen werden. Man kann nur hoffen, dass die Wirtschaft schnell wieder auf die Beine kommt – dann werden die Zahlen zumindest nicht vollkommen verheerend.


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