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Bei den Privatinsolvenzen ist eine zweite Welle garantiert

Die Infektionszahlen sinken, die Wirtschaft wird wieder hochgefahren und die Insolvenzzahlen sind niedrig wie lange nicht mehr – eine trügerische Situation.

Es sind Krisenzeiten, in denen Produkte wie das Girokonto ohne Schufa und Schuldnerberatungen sich besonders großer Beliebtheit erfreuen. Der Hintergrund ist klar: Mit dieser Unterstützung lassen sich Überschuldung und Privatinsolvenz oft verhindern. Doch sind aktuell überhaupt Krisenzeiten? Die Wirtschaft wird zwar stark einbrechen, steigende Arbeitslosenzahlen sind garantiert und wann Millionen Deutsche aus der Kurzarbeit komplett zurückkehren, ist noch offen. In Österreich sieht es ähnlich aus – und doch sind die Insolvenzzahlen niedrig wie nie. Genauso wie in Deutschland sollte man sich davon allerdings nicht blenden lassen.

Stillstand bei der Anmeldung von Insolvenzen

Um knapp zwei Drittel ist die Zahl der neuen Insolvenzanträge in Österreich bislang im zweiten Quartal gefallen, wie aktuelle Zahlen zeigen. In Deutschland spricht man momentan von ähnlichen Zahlen. Im ersten Moment erscheint dies in Anbetracht der enormen Krise der letzten Wochen und Monate und den anhaltenden Folgen höchst kurios. Doch bei einem genauen Blick wird klar, warum die Insolvenzzahlen so niedrig sind. Experten sind sicher: Es handelt sich schlichtweg um einen Verzögerungsprozess, der auf der einen Seite mit der Pause von Gerichten und auf der anderen Seite mit verschiedenen Hilfsprogrammen zu tun hat – die Probleme werden allerdings einfach nur in die Zukunft geschoben.

50 Prozent weniger Insolvenz im zweiten Quartal

Wie genau diese Verzögerung funktioniert, zeigt ein Blick auf die Zahlen aus Österreich. Die Wiener Zeitung berichtet in Bezug auf einen Experten, dass die Insolvenzzahlen im zweiten Quartal um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr fallen werden. Auch im dritten Quartal ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr zumindest nicht vorprogrammiert, doch spätestens ab dem vierten Quartal wird es steil nach oben gehen. Diese Welle wird auch in das neue Jahr überschwappen, denn die großen finanziellen Probleme und die sich aufbauenden Überschuldungen werden die Zahl der Privatinsolvenzen in die Höhe schießen lassen. Darüber hinaus erwarten Experten in Deutschland genauso wie in Österreich deutlich mehr Firmeninsolvenzen.

Hilfsprogramme und der Stillstand der Gerichte

Doch was ist der Hintergrund für die enorme Verzögerung bei den Privatinsolvenzen? Die Hintergründe sind in Deutschland und Österreich ähnlich: Kredite und Mieten können teilweise für mehrere Monate gestundet werden, Hilfsprogramme erhöhen die Liquidität von Selbstständigen und sorgen teilweise für eine Aufstockung der Löhne. All das allerdings sind endliche Maßnahmen, die nur temporär helfen. Sobald die Hilfen auslaufen und neue Schulden und Kredite zurückgezahlt werden müssen, wird es für viele Verbraucher und Firmen sehr schwer. Die Zahl der Insolvenzen könnte eine empfindliche zweite Welle werden – zumindest für die Betroffenen. 


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