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13.06.2015

Betrügerischer Testamentsvollstrecker raubt das Erbe

Das Erbe ist so eine Sache. Wer reich ist und viel Geld in seinem Leben verdient hat, der ist auch immer gewissen Gefahren ausgesetzt. Nicht immer läuft der Prozess des Erbens so, wie sich die Verstorbenen sich das vorgestellt haben. Ein gutes Beispiel ist ein aktueller Fall aus Nordrhein-Westfalen, in dem der Testamentsvollstrecker mehrere Millionen Euro in die eigene Tasche gesteckt haben soll. Es ist ein mehr als nur erstaunlicher Fall: Laut Berichten der Bild soll ein 65-jähriger Anwalt aus Saarlouis ein Millionenerbe selbst eingesteckt haben, anstatt das Testaments wie gewünscht zu vollstrecken. 2,5 Millionen Euro – so viel vererbte eine 2003 verstorbene Frau aus Dillingen. Sie stamme aus einer reichen Industriellenfamilie und hatte für ihr Ableben ein Testament verfasst. In diesem waren die Begünstigten klar aufgeführt: Einen Anteil sollten Freunde erhalten, der Großteil (1,2 Millionen Euro) an gemeinnützige Stiftungen gehen und ein ebenfalls nicht zu vernachlässigender Anteil (1,1 Millionen Euro) an den Sohn, der das Geld allerdings erst mit Erreichen des 30. Lebensjahrs erhalten sollte.

Geld über die Jahre zur Seite geschafft

© Jyothi | Dreamstime Stock Photos

Doch daraus wurde nichts, denn wie der Sohn, der heute Architekt ist, mit Vollendung des 29. Lebensjahres herausfand, war von dem Erbe nichts mehr übrig. Er klagte den 65-jährigen Anwalt an und erhielt Recht. Doch das brachte ihm herzlich wenig, denn der Betrüger ist pleite und lebt nach eigenen Angaben in der Privatinsolvenz. Gleichzeitig ist aber nicht überliefert, ob der Mann je eine Schuldnerberatung aufgesucht oder sich für ein Produkt wie das Girokonto ohne Schufa interessiert hat. Entsprechend glaubt der Sohn der Frau aus Dillingen auch nicht, dass von dem Erbe nichts mehr da ist. Einzig offiziell scheint das Geld nicht mehr zu existieren. Das liegt vermutlich auch einem geschickt eingefädelten Deal des Testamentsvollstreckers.

1,4 Millionen Euro verschwinden in Belgien

Der Mann, der heute nach eigenen Angaben in Privatinsolvenz lebt, sich aber nie mit so etwas wie einem Konto ohne Schufa auseinandergesetzt hat, scheint ein verrücktes System aufgebaut zu haben. So hat er nach Angaben der Bild 1,4 Millionen Euro nach Belgien überwiesen. Der Empfänger soll als Betreiber eines Hospizes in Erscheinung getreten sein. Die Verstorbene sollte den Mann zudem gut gekannt haben. Doch nichts davon sei wahr, gibt der Sohn zu Protokoll. Weder sei der Namen des Begünstigten in der Familie je gefallen noch beschäftige dieser sich mit einer gemeinnützigen Einrichtung. Auf Anfrage gab der Mann zur Protokoll, dass er das Geld an den Testamentsvollstrecker zurücküberwiesen habe.

Kein Geld für den Sohn und die sozialen Einrichtungen

Ob der Anwalt nun privatinsolvent ist oder nicht – der Sohn der Verstorbenen hat wenig Hoffnung, dass er oder die sozialen Einrichtungen das Erbe je wiedersehen werden. Viel mehr sinnt er nun nach Rechtschaffenheit und will den Betrüger vor Gericht ziehen. Ob dieser dort offenlegt, ob er wirklich privatinsolvent ist und schlüssig erklären kann, warum er sich nie mit einer Schuldnerberatung und einem Girokonto ohne Schufa auseinandergesetzt hat, bleibt offen. Um eine Freiheitsstrafe wird der Mann wohl kaum herumkommen. Vielleicht gibt es für den Sohn und die sozialen Einrichtungen während des Prozesses aber sogar noch andere positive Nachrichten, denn irgendwo muss das Geld über die Jahre hingekommen sein.

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