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Betrug mit seriösem Anstrich: Zahlreiche Kunden geprellt

Ein kurioser Fall macht derzeit in Berlin die Runde. Die Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung hat mit einem dubiosen Anlagegeschäft scheinbar mehrere tausend Anleger betrogen. Die BWF hatte den Anlegern einen etwas fragwürdigen Deal angeboten: Anleger konnten dem Institut echtes Gold abkaufen, dieses aber von dem Institut verwahren lassen. Je nach Laufzeit wurde den Kunden zudem eine Verkaufsoption mit einem hohen Zinsaufschlag versprochen. Wegen falscher Entscheidungen müssen Anleger nicht gerade selten mit finanziellen Problemen, ja teilweise sogar mit einem Privatinsolvenzverfahren leben. Selbst ein Girokonto ohne Schufa kann nicht immer helfen, wenn es darum geht, eine Verschuldung aus Anlagegeschäften wieder wett zu machen. Bitter ist das insbesondere deshalb, weil viele Anleger, die sich mit Finanzgeschäften wenig auskennen, auf Betrüger reinfallen. So scheint es auch im Fall der Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung (BWF) gewesen zu sein. Über den Fall haben mehrere Berliner Tageszeitungen berichtet. Nach dem aktuellen Stand der Dinge handelte es sich weniger um ein Anlagegeschäft, sondern vielmehr um ein Schneeballsystem.

Zuwachsraten von 5 bis 7,5 Prozent

© Jyothi | Dreamstime Stock Photos

Auf den ersten Blick klingt das, was die BWF einst angeboten hatte, mehr als solide. Die BWF bot potenziellen Interessenten den Ankauf von echtem Gold zu einem aktuellen Marktkurs an. Das ist soweit noch nicht besonders. Das war vielmehr die Rückkaufverpflichtung, welche die BWF beim Verkauf einging. Je nach Vertragsart konnten Anleger das Geld entweder nach zwei Jahren für 110 Prozent des Kaufpreises, nach vier Jahren für 130 Prozent des Kaufpreises oder nach acht Jahren für 180 Prozent des Kaufpreises wieder an die BWF veräußern. Die Zinssätze lagen dabei bei attraktiven 5 bis 7,5 Prozent im Jahr. Mehr als das, was Anleger irgendwo anders auf dem Markt erwirtschaften können.

Seriöser Anstrich, unseriöse Geschäftsführung

Oft sind es solche marktüblichen Zinssätze, die dazu führen, dass Menschen gegen die Privatinsolvenz ankämpfen müssen. Ein Girokonto ohne Schufa ist für geprellte Anleger oft die letzte Lösung. Doch konnten Kunden der BWF überhaupt erwarten, dass sie irgendwann einmal auf ein Konto ohne Schufa angewiesen sein würden, weil sie betrogen werden? Diese Frage zu beantworten fällt schwer, denn die BWF gab sich nach außen hin sehr seriös. Sie bot Kunden zwar an, dass das verkaufte Gold eingelagert werden kann, überließ Kunden aber auch die Wahl, das Gold an sich zu nehmen – als Sicherheit. Diese Möglichkeit schuf so viel Vertrauen, dass die meisten Anleger das Gold lieber bei der BWF lagern ließen. Ein fataler Fehler, wie sich nun herausstellte, denn die BWF hatte zu keinem Zeitpunkt genügend Gegenwerte.

Nur 200 Kilogramm echtes Gold

Ermittler haben in den Beständen der BWF, die mit dem Kapital der Kunden die angesprochenen Zinssätze von 5 bis 7,5 Prozent erwirtschaften wollte, zwar vier Tonnen Gold gefunden. Echt waren davon allerdings gerade einmal 200 Kilogramm – weit weniger als die Gegenwerte, die Kunden versprochen wurden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die BWF auf ein Schneeballsystem gesetzt hat. Ob die Anleger ihr Geld je wiedersehen werden, gilt anzuzweifeln. Große Verluste scheinen bereits vorprogrammiert, wenn auch ein Totalverlust vermutlich vermieden werden kann. Wer von dem Skandal betroffen ist und möglicherweise viel Geld verloren hat, der sollte sich schnellstmöglich an eine Schuldnerberatung wenden. In Verbindung mit einem Konto ohne Schufa lässt sich so meist Schlimmeres verhindern.

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