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Businessplan ist nicht gleich Businessplan

Wenn Sie schon einmal einen Businessplan für eine Unternehmung aufgestellt haben, dann wissen Sie was für eine Arbeit dahintersteckt. Dennoch sollte man nicht nur einen Businessplan haben. Warum?

Verschiedene Anlässe benötigen unterschiedliche Businesspläne

Wenn Sie aktuell einen Businessplan zur Förderung Ihres Business aufstellen wollen, benötigen Sie einen anderen Businessplan, als wenn Sie eine Finanzierung bei der Bank planen. Bevor Sie einen Businessplan erstellen, müssen Sie feststellen für wen dieser ist. Damit Sie auf das Ziel hinarbeiten können. Wenn Sie eine Finanzierung anstreben, dann stellen Sie das zukünftige Ziel in den Vordergrund, den Gewinn und wie Sie Ihre Zielgruppe erreichen. Wenn Sie zum Beispiel eine Corona-Förderung beantragen und diese wollen einen Businessplan, dann sollten Sie Ihr Unternehmen im „Worst-Case-Szenario“ darstellen bzw. sodass Sie ein Anrecht auf die Förderungen haben.

Business-Plan für die Bank

"Formulierungen, welche Gefühle hervorrufen sollen, gehören ins Marketing - nicht in einen Businessplan für die Bank."

Das wichtigste zuerst:

Eine Zusammenfassung Ihres Geschäftskonzeptes Fassen Sie zusammen, was Sie mit Ihrem Unternehmen erreichen wollen. Gehen Sie dabei auf das wirtschaftliche Umfeld und den Markt ein. Welches Ziel möchten Sie erreichen und welche finanziellen Mittel müssen dafür gesetzt werden. Versuchen Sie diese Zusammenfassung auf ungefähr eine halbe zu reduzieren.

Wenn Sie Sponsoren oder Investoren gewinnen wollen, dann wäre es auch gut den Business-Plan auf maximal 30 Seiten zu reduzieren. Keine Bank wird sich Ihren 200-Seiten langen Businessplan durchlesen. Verwenden Sie nicht zu komplizierte Wort – Sie müssen die Leute abholen. Schreiben Sie den Businessplan so dass es den Zweck erfüllt und die richtigen Personen anspricht.

Was würden Sie als Bank erwarten?

Drehen wir die Geschichte einmal um. Sie sind die „Bank“ und ein Geschäftsführer kommt zu ihnen und stellt das Geschäft vor. Was sollte alles vorhanden sein?

Die Bank will natürlich sehen, wie Sie das Kapital einsetzen, wie Sie den weiteren Verlauf planen und wie Sie das Ziel erreichen wollen. Woher nehmen Sie das Wissen zu dem Produkt oder der Dienstleistung. Wie ist die Nachfrage etc.
Kennen Sie Ihren Business-Plan? Wenn Ihnen eine Frage zu Ihrem Business-Plan oder einer Umsetzung gestellt werden, dann sollten Sie nicht in Ihren Unterlagen blättern.

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Verwenden Sie gutes Papier, denn auch der erste Eindruck ist wichtiger, als Sie vielleicht denken.
Wichtig sind hier auch die Zahlen und Tabellen. Wie kommen Sie von den vielleicht anfänglichen roten Zahlen in die Positiven. Die Zahlen sollten aus einer nachvollziehbaren bzw. nachweislichen aktuellen Quelle stammen.

Wichtig: Behalten Sie im Hinterkopf, das die Bank versucht Ihr Geschäft einzuschätzen. Wie wahrscheinlich ist die Rückzahlung und Co. Die Unterstützung Ihres Unternehmens wird grundsätzlich eingestuft – wie riskant ist die Vergabe des Kredits? Zeigen Sie der Bank, dass Sie das Kapital und die Zinsen zurückzahlen können.
Wenn Sie ein Grundkonzept für Ihren Masterplan suchen, dann schauen Sie vorbei.

Business-Plan für das Arbeitsamt für beispielsweise den Gründungszuschuss

Sie wollen nach der Arbeitslosigkeit in die Selbstständigkeit wechseln? Dann können Sie bei der Arbeitsagentur den „Gründungszuschuss“ beantragen.

Stellen Sie sicher, dass Sie sich genügend über diesen Zuschuss informieren. Besonders wichtig sind die Anforderungen. Füllen Sie den Gründungszuschuss-Antrag und den Tragfähigkeitsnachweis Ihrer Geschäftsidee aus. Neben dem Lebenslauf wird auch ein Nachweis über die Unternehmensanmeldung und ein Businessplan verlangt.

Was muss in den Businessplan? Hier geht es darum, der Agentur zu beweisen, dass Sie mit den Mitteln Ihre selbstständige Tätigkeit aufbauen können und danach nicht mehr von dieser abhängig sind. Stellen Sie sich die Fragen: Wie „machbar“ ist Ihre Unternehmung und wie gut ist Ihre Idee durchdacht? Warum machen Sie sich selbstständig? Welche Motivation haben Sie zu Ihrem Handeln?

Beginnen Sie hier mit einer Zusammenfassung Ihres Vorhabens mit maximal zwei Seiten. Fassen Sie zusammen, was Ihre Geschäftsidee ist, was Ihr Geschäft oder Ihre Idee von Mitbewerbern unterscheidet, wer sind Ihre Kunden (Zielgruppe) und wie erreichen Sie diese und welche Kenntnisse bringen Sie mit.

Weitere Punkte in Ihrem Businessplan sollten sein:

  1. Geschäftsidee: Was macht Ihre Unternehmung speziell. Was bieten Sie an, was kein anderer anbietet? Gehen Sie dabei auf die Marktstrategie, Firmenname, Standort, Rechtsform, Unternehmensstruktur und Unternehmensziele ein.
  2. Produkt und Dienstleistung: Was bieten Sie an? Wie können Sie das Produkt produzieren? Wie stellt sich der Preis zusammen? Was bietet die Konkurrenz an? Wichtig: Das wichtigste ist aber Ihr „Benfits“ (Vorteil), Alleinstellungsmerkmal oder warum sollten Kunden gerade bei Ihnen kaufen und nicht bei Anderen. Was macht Sie oder Ihr Produkt so besonders?
  3. Marktanalyse: Welche Kunden wollen Sie erreichen und vor allem – wie? Welche Marketingmaßnahmen planen Sie mit welchem Budget?
  4. Personalplanung: Was bringen Sie für Fähigkeiten mit und was benötigen Sie noch? Gehen Sie auch auf Ihre Stärken und Schwächen ein und schauen Sie, wie Sie diese ausgleichen können.
  5. Chancen und Risiken: Der Knackpunkt kommt hier mit der Frage: Wie soll Ihre Geschäftsidee die bestmögliche Chance auf einen Erfolg haben? Übertreiben Sie hier nicht und bleiben Sie realistisch. Welche Risiken können auftreten und wie wirken Sie gegen diese. Welche Chancen können entstehen und wie wandeln Sie diese gewinnbringend für Ihr Unternehmen um?

Hier finden Sie nur zwei Beispiele und sicher finden Sie noch viele andere Businessplan Möglichkeiten, wie beispielsweise für sich selbst (eine Art Leitfaden) oder um Corona-Hilfen zu beantragen.

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