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Das Kuriosum der niedrigen Privatinsolvenzzahlen

Steigt in einer Krise nicht auch die Zahl der Privatinsolvenzen? Nicht unbedingt, denn der Effekt folgt meist verzögert – in diesem Jahr sogar besonders.

Die Krise rund um das Coronavirus hat die Wirtschaft in den meisten Ländern der Welt so stark betroffen wie kaum eine Krise zuvor. Auch in Deutschland ist es zu einem enormen Einbruch der Wirtschaftsleistung gekommen, bei der Anmeldung für die Kurzarbeit gab es Rekorde. Gleichzeitig allerdings ist die Zahl der Privatinsolvenzanmeldungen auf einem historischen Tiefstand. Auf den ersten Blick mag das nicht zusammenpassen, doch es gibt einige relevante Hintergründe, welche diese Entwicklung gut erklären.

Privatinsolvenz kommt generell erst verzögert

Grundsätzlich ist es so, dass die Privatinsolvenz ein Effekt ist, der sich immer erst nach der Krise zeigt. Das beste Beispiel dafür ist das bisherige Rekordjahr bei der Zahl der angemeldeten Privatkonkurse. Im Jahr 2010 wurden 110.000 Insolvenzverfahren für Privatpersonen eröffnet – zwei Jahre nach der großen Finanzkrise. Seitdem gehen die Zahlen von Jahr zu Jahr zurück, zuletzt auf nur noch 63.000 Privatinsolvenzen. In diesem Jahr erwarten Experten durch die verzögerte Wirkung sogar einen neuen Tiefstand. Das liegt auch daran, dass im ersten Halbjahr nur 27.000 Insolvenzverfahren eröffnet wurden – 14 Prozent weniger als im Vorjahr. Das Krisenjahr könnte durch den verzögerten Effekt also zu einem positiven Rekordjahr werden - obwohl immer mehr Verbraucher sich von Schuldenberatungen oder Produkten wie einem Konto ohne Schufa unterstützen lassen.

Geplante Gesetzesänderung macht Privatinsolvenz unattraktiv

Dass die Zahl der Privatinsolvenzen im Jahr 2020 weiter sinken wird, liegt allerdings nicht nur an der natürlichen Verzögerungswirkung. Eine Rolle spielt auch eine geplante Gesetzesänderung, die auf EU-Regularien zurückgeht. Das Insolvenzverfahren soll zukünftig nur noch maximal drei Jahre dauern, bislang sind es sechs Jahre. Wer schon jetzt vor der Insolvenz steht, wartet deshalb lieber noch ab, bis das neue Gesetz umgesetzt ist. Sobald das der Fall ist, werden dann vermutlich deutlich mehr Anmeldungen folgen. Wann genau es so weit sein wird, steht noch in den Sternen. Geplant ist eine Umsetzung der neuen Rechtsgrundlage bis Ende des Jahres.

Viele finanzielle Schicksale zeigen sich erst später

Generell allerdings wird der Effekt bei den Privatinsolvenzen sich verzögert zeigen, weswegen Experten ein Peak erst Ende des kommenden Jahres erwarten. Das hat auch damit zu tun, dass Unternehmen aktuell wegen einer Ausnahmeregelung nicht regulär in die Insolvenz müssen, wenn es finanziell nicht mehr rundläuft. Dazu kommen verschiedene Unterstützungsleistungen, die direkt in das Portemonnaie von Verbrauchern fließen und nicht zuletzt die Kurzarbeit, die viele Jobs erhält. Ob alle davon auch nach der Krise weiterhin bleiben, darf man infrage stellen. Im kommenden Jahr dürfte es mit großer Wahrscheinlichkeit vorbei sein mit den guten Nachrichten mit Blick auf die Zahl der Privatinsolvenzen


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