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Das späte Geständnis des Nils H. sorgt für Aufsehen

Kaum ein Strafprozess hat die Deutschen so bewegt wie der über den Krankenpfleger Nils H., der mehrere Menschen umgebracht haben soll. Die Schuld für zwei Morde und drei versuchte Morde wurde H. schon 2009 zugesprochen. Ein Geständnis hat er erst in diesem Jahr abgelegt. Warum so spät, fragen sich viele. Für H. war das davor psychisch nicht machbar. Auch eine Privatinsolvenz spielte da eine Rolle. Hätte eine Schuldnerberatung in Verbindung mit einem Konto ohne Schufa vielleicht Schlimmeres verhindert? Im Fall von Nils H. wohl kaum. Der Krankenpfleger, der in Oldenburg bis zu 100 Patienten umgebracht haben soll, hatte noch viel größere Probleme als nur finanzielle. Die Geschichte von Nils H. ist aber auch eine, die viele Fragen aufwirft. Sind Überbelastung und lange Arbeitszeiten im Gesundheitssektor ein noch größeres Problem als lange gedacht? Die Stellungnahe, die H., der sich seinem Psychiater geöffnet hat, lässt das vermuten. Einst war Nils H. als sehr guter Intensivpfleger bekannt, hatte gute Kontakte zu seinen Patienten und war sehr beliebt – dann wurde aus dem Lebensretter ein Mörder. Persönliche Probleme und eine Privatinsolvenz

© Anatoliy Babiychuk | Dreamstime Stock Photos

Für die Angehörigen, deren Freunde, Eltern oder andere Verwandte im Klinikum Oldenburg gestorben sind, können die Erzählungen von Nils H. kein Trost sein. Der Krankenpfleger erzählt von Druck im Elternhaus, von einem Job, der ihm einst Spaß gemacht hat und dann zur Qual wurde und vielen weiteren Problemen. Die Situation in Oldenburg beschreibt H., der zuvor auch in anderen Krankenhäusern und Kliniken gearbeitet hatte, so, als wäre er an seinem Verhalten nur teilweise selbst Schuld. Zu viele Fälle, kaum ein Patient länger als 24 Stunden in der Station und ein enormer Druck hätten dazu geführt, dass die Pfleger weder ein Verhältnis zu den Patienten aufbauen konnten noch Spaß an ihrer Arbeit haben konnten. Für H., dessen Taten 2005 aufgeflogen sind, kam dazu noch eine Privatinsolvenz, denn nach seiner Entlassung stand er vor dem Nichts. Ein Konto ohne Schufa, das in Verbindung mit einer Schuldnerberatung oft vor Straftaten schützen kann, hätte im Fall von Nils H. also nicht mehr geholfen. Wie viele Menschen hat Nils H. umgebracht? Ungeklärt ist derweil, wie viele Menschen Nils H. umgebracht hat. Verurteilt wurde er nur für drei Morde und zwei versuchte Morde. In den anderen Fällen konnte man H. die Schuld nicht eindeutig nachweisen. Das Klinikum Oldenburg kann daher nicht sagen, welche Menschen unter dem Einfluss von H. gestorben sind und wie viele davon ohne sein Einwirken überlebt hätten. Spekulationen gehen von bis zu 100 Menschen aus, die unter dem Einfluss von Nils. H.s „Giftspritzen“ gestorben sein könnten. Dass das Geständnis für die Angehörigen da kein Trost ist, versteht wohl jeder. Straffälligkeit wegen Depressionen und Finanzproblemen Der Fall von H. zeigt allerdings eindrucksvoll, welche Faktoren in Deutschland immer wieder zu Straffälligkeit führen. Bei H. waren es hauptsächlich Depressionen, die zu den Morden geführt haben. Bei anderen Tätern sind es finanzielle Schwierigkeiten, die dazu führen, dass Straftaten begangen werden. In Fällen von finanziellen Problemen ist ein Girokonto ohne Schufa in Verbindung mit einer Schuldnerberatung zweifelsohne die bessere Lösung. Im Fall von Nils H. kam allerdings jede Hilfe zu spät. Genauso wie sein spätes Geständnis, das bei vielen Angehörigen auf Unverständnis gestoßen ist.

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