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Datenschutzaktivisten wollen gegen die Schufa vorgehen

Für die Schufa und den Datenschutz im Allgemeinen könnten die nächsten Monate spannend werden – auch weil Datenschützer eine neue Regelung ausnutzen möchten.

Anfang des Monats ist die neue Datenschutzverordnung der Europäischen Union in Kraft getreten, viele Unternehmen sind dadurch gezwungen, ihren teils laxen Umgang mit dem Thema Datenschutz zu überdenken und Nutzer sowie Kunden in Zukunft besser zu schützen. Besonders betroffen sind große US-Konzerne, die in Europa bislang vergleichsweise wenig im Bereich des Datenschutzes getan haben. Beispielhaft zu nennen sind hier Google, Facebook oder auch Smartphone-Hersteller Apple. Doch neben den US-Riesen sind auch einige deutsche Mittelständler von der neuen Regelung betroffen, darunter auch die Schufa AG aus Wiesbaden. Die Datensammler stehen schon lange in der Kritik, wurden von deutschen Gerichten bislang aber geschützt. Mit der DSVGO im Rücken möchten mehrere Datenschützer in den kommenden Monaten allerdings klagen – es könnte spannend werden.

Datenschützer wollen gegen die Schufa vorgehen

Mehrere bekannte Datenschützer haben sich im Zuge der Einführung der DSVGO zur Schufa geäußert. Die Praktiken des Unternehmens wurden dabei unter anderem als „Vorratsdatenspeicherung meiner Finanzinformationen“ bezeichnet. Dieses Zitat stammt von einem der bekanntesten deutschen Kritiker bezüglich fehlendem Datenschutz bei Unternehmen, Max Schrems. Er will gemeinsam mit Juristen und Mitarbeitern seines Unternehmens konkret gegen Unternehmen wie die Schufa vorgehen und dafür sorgen, dass die Daten von Verbrauchern besser geschützt werden. In einem Spiegel-Interview warf Schrems insbesondere die Frage in den Raum, mit welchem Recht die Schufa Daten von knapp 70 Millionen Menschen in Deutschland speichern würde. Ob Schrems & Co mittelfristig wirklich gegen die Schufa vorgehen werden, bleibt noch abzuwarten. Die Auskunftei aus Wiesbaden muss sich aber mit Sicherheit auf viel Druck einstellen.

Verbraucher gehen der Schufa bewusst aus dem Weg

Dass das zwingend notwendig ist, sieht man schon daran, dass viele Verbraucher der Schufa konkret aus dem Weg gehen, um vor den Datensammlern geschützt zu sein. Das gilt zum Beispiel für Menschen, die auf ein Girokonto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung setzen. Sie entscheiden sich für dieses Konto oft deshalb, weil sie bei anderen Banken als Kunde nicht mehr wertgeschätzt werden, weil sich ihre Bonität negativ verändert hat. Auch in anderen Lebensbereichen kann eine negative Bonität schwere Auswirkungen haben, zum Beispiel bei der Suche nach einer Wohnung oder beim Abschluss eines Mobilfunkvertrags. Auch hier sind viele Menschen auf der Suche nach einem Angebot ohne Schufa. Nicht zuletzt bergen sogenannte Kredite ohne Schufa echte Gefahren. Wer sich auf die Suche nach einem solchen Angebot machen muss, hat auf Grund der Bonität bei seriösen Anbietern oft keine Chance mehr.

Schufa könnten Fehler und Verstöße teuer zu stehen kommen

Besonders interessant sind an der neuen Datenschutzverordnung die hohen Strafen, die bei Verstößen anfallen. Das könnte auch für die Schufa relevant werden, denn immer wieder gibt es teilweise grobe Fehler in den Datensätzen von Verbrauchern. Veraltete oder falsche Daten können die Bonität deutlich verschlechtern und so zu unfairen Ergebnissen führen. Sollte die Schufa hier gegen geltende Datenschutzregeln verstoßen, drohen in Zukunft Millionenstrafen. Man kann in jedem Fall gespannt sein, egal ob man aktuell auf ein Produkt wie das Girokonto ohne Schufa setzt oder nicht.


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