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Die enge Verquickung der Schufa mit der Politik

Manche Neuigkeiten lassen ein fraglos zurück. Etwa, dass wichtige Posten bei der Schufa immer wieder an Volksvertreter gehen. Ist das in Ordnung?

Die Schufa ist eine privatwirtschaftliche Institution und im Volk nicht gerade beliebt. Auch der eine oder andere Inhaber von einem Girokonto ohne Schufa ist auf die sogenannte Schutzgemeinschaft nicht gut zu sprechen, da negative Einträge einem das Leben durchaus schwer machen können. Doch die Schufa wird in Deutschland dennoch gut geheißen – auch von der Politik. Einen faden Beigeschmack hat dabei, dass auch die führenden Persönlichkeiten der Schufa oft aus einem politischen Amt dorthin wechseln.

Scheidender Chef war zuvor Finanzsenator in Hamburg

Da ist beispielsweise der Fall von Michael Freytag, der die Schufa im Jahr 2019 verlassen wird. Bislang als Geschäftsführer des Unternehmens tätig, wird sich Freytag zukünftig anderen Aufgaben zuwenden – möglicherweise auch wieder politischen. Der scheidende Geschäftsführer nämlich war zuvor Finanzsenator in Hamburg und damit im Machtzentrum der Politik. Nun hat Freytag zweifelsfrei notwendiges Know-how, um Finanzthemen voranzubringen, auch bei der Schufa. Doch gleichzeitig erscheint es fraglich, dass ein Volksvertreter direkt zur Schufa wechselt und dort ein gutes Gehalt verdient – eine klare Abtrennung und ein Schutz der Verbraucher vor dem ungehinderten Datensammeln erscheint so schwierig.

Neues Vorstandsmitglied ist ehemaliges Bundestagsmitglied

Dass der Fall Freytag keineswegs einmalig ist, zeigt auch die Neubesetzung im Vorstand der Schufa. Während eine frühere Unternehmensberaterin Chefin der Schufa wird, kommt eine neue Person in den Vorstand – und auch diese hat einen sehr engen politischen Hintergrund. Die Rede ist von Ole Schröder, der früher Bundestagsabgeordneter der CDU für den Kreis Pinneberg war. Beginnen wird Schröder die deutlich weniger politische Rolle ab dem 1. Januar 2020. Immerhin kann man bei Schröder von einer „Abkühlungsphase“ sprechen, denn nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag war es zuerst als Unternehmensberater tätig und wechselt erst jetzt zur Schufa.

Enge Verbindungen zwischen Schufa und Politik

Natürlich sind die Vorstandsmitglieder absolut qualifiziert und es gibt keinerlei Grund den Persönlichkeiten eine Befangenheit vorzuwerfen, doch die Außenwirkung der Besetzungen erscheint fraglich. Es zeigt sich generell im Vorstand der Schufa eine starke Verquickung zwischen der Politik und dem Unternehmen. Dies erscheint zumindest insofern fraglich, dass die Politik zwischen den Interessen der Schufa und den dahinterstehenden Unternehmen und den Verbrauchern auf der anderen Seite abwägen muss. So hinterlässt die Schufa, obwohl sie mit den Besetzungen sicherlich nicht viel falsch macht, insgesamt keinen idealen Eindruck. Die Außenwirkung der Schufa bei von negativen Einträgen betroffenen Verbrauchern wird so nicht unbedingt besser.


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