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Die Privatinsolvenz hat ihren Schrecken verloren

Die Privatinsolvenz hat in Deutschland einen extrem schlechten Ruf. Dieser wird allerdings allen voran von außen stilisiert, denn Betroffene haben meist gar keine so großen Probleme mit dem Verfahren. Zwar ist die Privatinsolvenz zweifelsfrei kein leichtes Schicksal, die meisten Menschen kommen aber insgesamt recht gut damit zurecht.

Einen Weg aus den Schulden zu finden ist für viele Verbraucher in einer schwierigen Situation das Hauptziel. Doch es ist keineswegs so einfach wie es im ersten Moment erscheinen mag, denn Schulden sind meist ein langwieriger Prozess. Wer sich erst einmal eine Strategie zurechtgelegt hat, merkt, dass der Abbau teilweise Monate oder gar Jahre dauern kann. Wer sich darüber hinaus mit einer Schuldnerberatung berät, wird schnell herauszufinden, dass man auch Puffer für Rückschläge einbauen sollte. Während Schulden schnell gemacht sind, dauert es umso länger, um sie wieder in den Griff zu bekommen. Notwendig ist dafür in einigen Fällen auch eine Privatinsolvenz. Diese wiederum ist aber besser als ihr Ruf.

Die Privatinsolvenz dauert teilweise nur noch drei Jahre

Besonders verändert hat sich das Privatinsolvenzverfahren in Hinsicht auf die Dauer. Seitdem die Privatinsolvenz vor wenigen Jahren grundlegend verändert wurde, dauert das Verfahren nun zwischen drei und sechs Jahren. Zuvor dauerte ein Insolvenzverfahren immer volle sechs Jahre, was eine generell abschreckende Wirkung hatte. Zu viel erhoffen sollte man sich aber nicht, denn selbst wer auf eine Schuldnerberatung und ein Konto ohne Schufa setzt, wird den Schuldenabbau nach drei Jahren wohl nicht schaffen. Hierfür notwendig ist eine Rückzahlung von 35 Prozent aller Schulden sowie der Verfahrenskosten – für die wenigsten Schuldner ist das machbar. Ein Ende nach fünf Jahren (ausschließlich Rückzahlung der Verfahrenskosten) ist dagegen durchaus realistisch.

Einschränkungen während der Privatinsolvenz

Dass die Privatinsolvenz weiterhin eine große Einschränkung ist, lässt sich nicht bestreiten. Das liegt schon daran, dass sich ein jeder Verbraucher in Insolvenz damit herumschlagen muss, dass es eine Art „Aufseher“ gibt. Der Insolvenzverwalter darf gewisse Entscheidungen treffen und über das Geld entscheiden, das über den Pfändungsfreibetrag hinausgeht. Diese Fremdbestimmung, die beispielsweise auch bei Themen des Alltags wie dem Behalt eines Autos eine Rolle spielt, kann für viele Verbraucher eine große Belastung sein. Doch wer damit zurechtkommt, für den ist die Privatinsolvenz oft keine allzu große Einschränkung mehr. Gerade wenn man sich einmal mit der Situation abgefunden hat und sich aus dem Bereich einfach selbst ein wenig heraushält, kommt man selbst in einer Privatinsolvenz gut zurecht – das können viele Betroffene bestätigen.

Finanzielle Situation im Rahmen des Insolvenzverfahrens

Dass die Privatinsolvenz nicht mehr von allen Verbrauchern als besonders schrecklich gesehen wird, liegt auch an der finanziellen Situation. Zwar muss man sich während der Insolvenz zurücknehmen, gerade in günstigeren Wohnlagen lässt sich mit dem Geld aber durchaus zurechtkommen. Wer einen Job hat, der erhält während der Insolvenz meist einen großen Teil des Gehalts – die Pfändungsfreigrenze liegt schon für Singles mit niedrigem Einkommen bei 1.100 Euro. Bei Familien kann der Betrag auf bis zu 2.000 Euro steigen, sodass durchaus ein normales Leben möglich ist. Problematisch ist die Insolvenz dagegen weiterhin in Großstädten, wo Wohn- und Nebenkosten sehr hoch sind. Dennoch gilt: Die Privatinsolvenz hat durch recht milde Regeln den Schrecken verloren. Für alle Schuldner gibt es somit auch Hoffnung in dem früher verhassten Entschuldungsverfahren.


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