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Die Schufa macht sich noch weniger beliebt

Die Schufa fällt seit jeher nicht unbedingt positiv auf. Ein neues Projekt ist dahingehend keine Ausnahme, wie jede Menge kritische Berichte zeigen.

Dass Verbraucher in Deutschland auf ein Produkt wie das Girokonto ohne Schufa setzen, ist sicherlich keine Überraschung. Immerhin sorgt die Auskunftei dafür, dass Millionen Deutsche mit starken Einschränkungen in ihrem Leben zurechtkommen müssen und häufig beispielsweise nicht einfach so an ein Girokonto oder eine Kreditkarte kommen können. Wenngleich es durchaus legitime Interessen gibt, Daten über Kunden zu speichern, geht die Schufa vielen Verbrauchern zu weit. Ein neues Projekt zeigt gut, warum die Schufa nur wenig Sympathie bekommt.

Gemeinsam mit Energieversorgern gegen Kunden

Konkret haben Recherchen der Süddeutschen Zeitung und des Norddeutschen Rundfunks herausgefunden, dass die Schufa in den letzten Monaten intensiv an einem sogenannten E-Pool für Stromkunden gearbeitet hat. Auch der Konkurrent CRIF Bürgel soll sich mit einem ähnlichen Projekt beschäftigt haben. Potenzielle Kunden für das Produkt sollen Energieversorger sein, die beispielsweise Strom- oder Gastarife vertreiben. Wie zu erwarten war, geht es bei dem Projekt darum, dass Verbraucher noch genauer durchleuchtet werden sollen – zum finanziellen Vorteil der Energieversorger. Die neue Datenbank wäre ein weiterer Schritt hin zum gläsernen Kunden, den es in Deutschland aus datenschutzrechtlichen Motiven nicht geben sollte.

Versorger im Kampf gegen sogenannte Bonushopper

Die neue Datenbank ist zwar noch nicht marktreif, wurde nach verschiedenen Recherchen aber schon aktiv unter den Energieversorgern in Deutschland beworben. Dass diese daran Interesse haben dürften, muss nicht unbedingt überraschen. Hintergrund ist nicht zuletzt ein Kampf gegen sogenannte „Bonushopper“. In der Branche sind Kunden, die nach dem Ende der Mindestvertragslaufzeit wechseln, so verschrien. Hintergrund ist, dass es für Neuverträge meist einen Bonus gibt, sich die Akquise für die Anbieter aber nicht lohnt, wenn die Kunden nach kürzester Zeit erneut wechseln. Gleichzeitig allerdings sind viele Verträge so gestaltet, dass sich nach einem Jahr deutlich teurer werden, was einen Wechsel aus Kundensicht wiederum attraktiv macht.

Schufa möchte nur wenige Informationen speichern

Die Schufa scheint von den Nachforschungen der Presse sichtlich geschockt, denn eine entsprechende Informationsseite gibt es mittlerweile nicht mehr. Auf Anfrage spricht die Schufa von einem Angebot, von dem Verbraucher sogar profitieren könnten – da sie durch die zusätzlichen Angaben möglicherweise eher angenommen werden. Verbraucherschützer sehen das anders, sie erwarten eine weitere Diskriminierung von Kunden, die aktiv wechseln. Immerhin wird schon heute jeder fünfte Kunde von Energieversorgern abgelehnt. Die neue Datenbank ist besonders deshalb ein Problem, weil die genaue Laufzeit von Energiekonten gespeichert werden soll – diese Information könnte Anbietern reichen, um Verbraucher abzulehnen. Dass die Schufa ihren Ruf mit einem solchen Projekt nicht gerade verbessert, dürfte nicht überraschend kommen. 


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