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Ein besonderer Blick auf Armut bei Kindern

Auch wenn man davon weniger mitbekommt, sind besonders auch Kinder von einer Überschuldung betroffen – wenn auch nur indirekt.

Die diesjährige Aktionswoche des Verbandes der Schuldnerberatung in Deutschland fand unter einem prägnanten Motto statt: „Chancenlose Kinder? Gutes Aufwachsen trotz Überschuldung“. Dabei wurde ein wichtiges Thema aufgegriffen, denn viele Kinder in Deutschland haben kaum eine Chance, ein normales Leben zu führen, weil Schulden die Kindheit bestimmen. Die Folgen dessen fallen oft nicht so stark auf, weil niemand direkt einen Blick auf die betroffenen Kinder wirft. Das ist ein Problem, denn die soziale Ungerechtigkeit bestimmt oft das gesamte Leben.

Überschuldung für Kinder aktuell besonders schwierig

Christoph Eikenbusch vom Diözesan-Caritasverband Paderborn erklärt gegenüber der PaderZeitung das Problem der Überschuldung in Familien wie folgt: „Kinder und Jugendliche, deren Familien sich keine geeignete digitale Ausstattung leisten können, habe derzeit erhebliche Probleme.“ Er weist dabei insbesondere darauf hin, dass die Situation durch Covid-19 noch einmal gefährlicher für Kinder geworden ist. Gleichzeitig weiß Eikenbusch aber auch: "Überschuldung ist eine besonders belastende Situation, die schon ohne die Einschränkungen durch Covid-19 für Kinder herausfordernd ist." Auch wenn das Problem vor der aktuellen Krise nicht ganz so stark im Fokus war, heißt das noch lange nicht, dass es nicht existiert hat.

Jedes fünfte Kind lebt in Deutschland in Armut

Wie gravierend die Probleme sind, zeigt etwa die Schuldnerberatung im bayerischen Pfaffenhofen auf. „21 Prozent aller Kinder in Deutschland (12,5 Prozent in Bayern) leben dauerhaft oder wiederkehrend in Armutslagen. Besonders betroffen sind dabei Kinder von alleinerziehenden Eltern sowie Kinder mit mehreren Geschwistern und Kinder erwerbsloser Eltern“, erklärt Sabine Schuster, Fachreferentin für Soziale Arbeit im Diözesan-Caritasverband, dem Donaukurier. Sie erklärt die Problematik weiter wie folgt: "Überschuldung trifft nicht nur den Schuldner selbst, sondern gerade auch die Kinder spüren, wenn ihre Eltern finanzielle Schwierigkeiten haben." Ihrer Meinung nach fehlt es bei Hilfen für Familien an der notwendigen Transparenz, viele Möglichkeiten seien überschuldeten Familien gar nicht bekannt.

Psychische Folgen für Kinder bleiben oft außen vor

Ein Blick auf die nackten Zahlen kann das Problem sowieso nicht komplett greifbar machen. "Wir können meist nur ahnen, wie sich die Überschuldungssituation materiell und vor allen Dingen psychisch auf Kinder auswirkt", heißt es dazu etwa von Tanja Edwards von der Schuldnerberatung der Diakonie Paderborn-Höxter gegenüber der Neuen Westfälischen. Trotz eines Schutzes vor der Schuldenaufnahme im Kinder- und Jugendalter starten manche Heranwachsende ihr Leben dennoch bereits mit einem eigenen Schuldenberg, etwa durch ein verschuldetes Erbe oder durch auf sie abgeschlossene Verträge. Diese Situation zeigt gut: Es bedarf noch viel Aufklärung und Hilfe von Schuldnerberatungen.


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