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Frauen zahlen für Kredite mehr als Männer

Wenn es um das Thema Kredite geht, haben Frauen große Nachteile – das zeigt eine neue Analyse von Verivox. Woran liegt das?

In Deutschland geht es seit mehreren Jahren verstärkt um das Thema Gleichberechtigung. Frauen haben es hierzulande weiterhin schwerer, sowohl im Beruf als auch in anderen Lebensbereichen. Damit sich das ändert, gibt es nicht nur viele private, sondern auch staatliche Initiativen. Eine der wichtigsten ist die Auflösung der sogenannten Gender Pay Gap – dem Missverhältnis zwischen dem Gehalt von Frauen und Männern im Vergleich bei gleicher Arbeit. Im Schnitt verdienen Frauen in allen Branchen weniger als Männer, wenn sie die gleiche Arbeit verrichten. Das zeigt auch die Statistik von Verivox, die unter Kreditnehmern einen Einkommensunterschied von 500 Euro zwischen Männern und Frauen ausgemacht hat. Hierbei wurden die Stundenzahlen allerdings nicht berücksichtigt, sodass die Unterschiede teilweise auch durch Arbeitszeitunterschiede zu erklären sind.

Frauen erhalten seltener einen Kredit als Männer

Deutlich interessanter ist bei der Auswertung von Verivox allerdings, dass Frauen im Schnitt deutlich häufiger keinen Kredit erhalten als Männer. Der Unterschied erklärt sich dadurch, dass Frauen im Schnitt weniger verdienen. Wer weniger verdient, der wird von den Banken schlichtweg häufiger abgelehnt. Mit dem Geschlecht hat die höhere Ablehnungsquote also direkt nichts zu tun, sehr wohl aber mit den Einkommensunterscheiden, die wiederum auf das Geschlecht zurückzuführen sind. Dass die Wahrscheinlichkeit einer Ablehnung bei einer Frau um bis zu ein Drittel höher liegen als bei Männern, ist entsprechend zweifelsfrei bedenklich. Doch Frauen erhalten nicht nur generell seltener einen Kredit, auch die Kreditsumme ist im Schnitt deutlich kleiner – insgesamt sogar um 3.300 Euro. Dieser alles andere als kleine Unterschied geht laut den Machern der Studie ebenfalls auf das Einkommen zurück.

Frauen zahlen höhere Kreditzinsen als Männer

Doch Frauen haben nicht nur generell schlechtere Chancen an einen Kredit zu kommen, sie zahlen im Schnitt auch deutlich höhere Kreditzinsen als Männer. Auch das hängt direkt mit dem Einkommen zusammen, denn die Zinssätze errechnen sich fast immer in Abhängigkeit vom Einkommen. Auch wer auf ein Girokonto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung setzt, aber eine gute Schufa und ein gutes Einkommen hat, erhält deshalb beispielsweise oft sehr gute Kreditzinsen. Da Frauen allerdings im Schnitt deutlich schlechter verdienen als Männer, führt dies wiederum dazu, dass sie auch höhere Kreditzinsen bezahlen. So entwickelt sich ein echter Teufelskreis, denn Frauen haben durch kleinere Kredite mit höheren Zinsen schlechtere Chancen, um durch Investitionen weiterzukommen. Eine Selbstständigkeit und ein damit verbundenes höheres Einkommen sind so beispielsweise nicht möglich.

Jeder hat Einfluss auf Kreditzinsen und die Schufa

Natürlich sollte man allerdings nicht alles auf das Geschlecht schieben, denn jeder Verbraucher hat die Möglichkeit, die eigene Bonität genauso wie die Kreditzinsen selbst positiv zu beeinflussen. Wer eine gute Bonität hat, in dem er jede Rechnung pünktlich bezahlt, erhält beispielsweise einfacher und günstiger einen Kredit. Wer zudem verschiedene Angebote für Kredite vergleicht, der zahlt im Schnitt weniger für einen Kredit, als Verbraucher, die sich einfach für das erstbeste Angebot entscheiden. Am Ende hat es also doch jeder selbst in der Hand, wie viel ein Kredit am Ende kostet – sofern die staatlichen und gesellschaftlichen Initiativen Erfolg haben, spielt in Zukunft auch das Geschlecht keine Rolle mehr.


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