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Kaum mehr neue Privatinsolvenzen in Hamburg

Finanzielle Probleme und die Überschuldung sind im Jahr 2020 wieder stärker in den Fokus gerückte Themen – die Privatinsolvenz dagegen weniger.

Es sind verrückte Zeiten in Deutschland. Der zweite Lockdown sorgt dafür, dass immer mehr Verbraucher um ihre Existenz bangen und nicht wissen, was die Zukunft bringt. Gerade Selbstständige und Freiberufler, aber immer öfter auch Arbeitnehmer können nur noch schwerlich für die Zukunft planen und haben Existenzängste. Gleichzeitig allerdings zeigt sich bei der Zahl der Insolvenzen ein enorm positiver Trend, der so gar nicht zu dem passt, was im Land passiert. Ein perfektes Beispiel dafür sind neue Zahlen der Statistiker aus Hamburg.

Nicht mal mehr ein Dutzend Privatinsolvenzen

Als Millionenmetropole ist Hamburg immer ein guter Indikator dafür, wie die Entwicklung in Großstädten läuft. Gemeinhin gilt dabei die Regel, dass größere Metropole mit einer höheren Zahl an Insolvenzen zurechtkommen müssen als kleinere Städte. Doch was sich in Hamburg aktuell zeigt, sorgt bei dem einen oder anderen doch für eine große Überraschung. In der Hansestadt gab es laut dem Statistikamt Nord im August gerade einmal noch 17 neue Privatinsolvenzverfahren, im September waren es sogar nur noch 10 und damit weniger als zwei Dutzend. Diese Zahlen werden nicht nur Inhaber von einem Girokonto ohne Schufa überraschen, denn Armut und Schulden sind aktuell mehr Thema denn je – trotzdem geht die Zahl der Privatinsolvenzen rapide zurück.

Deutlich weniger Privatinsolvenzen als 2019

Wie stark der Effekt ist, zeigt auch ein Blick auf die Statistik der ersten neun Monate. Laut den Hamburger Statistikbehörden wurden im Jahr 2020 insgesamt 37 Prozent weniger Privatinsolvenzen vermeldet als noch ein Jahr zuvor. Besonders gravierend ist allerdings der Trend, denn gerade in den letzten Monaten haben immer weniger Verbraucher sich für eine Privatinsolvenz entschieden. Im August und September des Jahres 2019 beispielsweise hatten jeweils noch deutlich mehr als 100 Personen eine Privatinsolvenz angemeldet – im September 2020 war es nicht einmal mehr ein Zehntel davon. Mit einem eingeschränkten Angebot von Schuldnerberatungen oder einer Überlastung der Insolvenzgerichte hatte das dabei nicht zu tun – anders als die rückläufigen Zahlen während des ersten Lockdowns.

Unterstützungsleistungen und künstlicher Schutz

Doch Experten sind sich dennoch sicher, dass sich viele Verbraucher in Deutschland leider warm anziehen müssen. Dass es aktuell noch so gut läuft und die Zahl der Privatinsolvenzen weiter zurückgeht, liegt an großen staatlichen Unterstützungsleistungen, die es vermutlich irgendwann in 2021 nicht mehr geben wird. Auch die erwartete Welle an Unternehmenspleiten wird vermeintlich im kommenden Jahr kommen, wenn die aktuelle Aussetzung der Insolvenzpflicht endet. So schön also ein Blick auf die Entwicklungen bei den Privatinsolvenzen in 2020 ist, man muss sich darauf einstellen, dass es bald wieder Ernüchterung gibt


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