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Kinderarmut steigt in Deutschland weiter an

Kinder sollten in der Gesellschaft immer besonders gut geschützt werden – ein Blick auf die Armutsstatistik zeigt, dass das nicht immer gelingt.

In Deutschland wird immer wieder die sogenannte Chancengleichheit propagiert. Das soll heißen, dass jedes Kind dieselben Chancen hat – unabhängig davon, aus welchem Elternhaus es kommt und wie die finanziellen Hintergründe aussehen. Auch der Wohnort soll nicht den Ausschlag darüber geben, wie die Entwicklung eines Kindes verläuft. Natürlich ist das eine Wunschvorstellung, dennoch wird nicht zuletzt durch Bildung und Sozialleistungen auf dieses Ziel hingearbeitet. Ein Blick auf die Armutsstatistik zeigt allerdings, dass es noch einen weiten Weg gibt, denn viele Kinder in Deutschland haben zweifelsfrei nicht dieselben Chancen.

Knapp zwei Millionen Kinder durch Armut gefährdet

Konkret zeigt das eine Statistik von Eurostat gut. Das europäische Statistikamt hat in einer Statistik für das Jahr 2018 veröffentlicht, dass in Deutschland insgesamt 14,5 Prozent der Heranwachsenden von Armut bedroht sind. Die Sozialexpertin der Linken, Sabine Zimmermann, hat daraus errechnet, dass insgesamt 1.974.000 Kinder und Jugendliche hierzulande akut von Armut oder zumindest einer entsprechenden Gefährdung betroffen sind. „Für eines der reichsten Länder der Erde ist es beschämend, dass so viele Kinder von finanziellen Problemen betroffen sind“, erklärt die Politikerin zu diesem traurigen Umstand.

Relevanter Anstieg der Armut seit dem Jahr 2006

Problematisch ist die hohe Zahl der armutsgefährdeten Kinder und Jugendlichen besonders auch mit Blick darauf, dass die Armut seit dem Jahr 2006 noch einmal gestiegen ist. Trotz aller Initiativen und der Unterstützung von neuen Produkten wie dem Girokonto ohne Schufa oder einer ausgebauten Infrastruktur an Schuldnerberatungen, ist die Zahl der von Armut gefährdeten Kindern noch einmal gewachsen. Im Jahr 2006 lag die Quote der von Armut gefährdeten Kinder noch bei 12,4 Prozent, betroffen waren damals etwa 1.885.000 Kinder. Der weitere Anstieg um knapp 100.000 Heranwachsende ist zweifelsfrei eine traurige Entwicklung, die gut zeigt, dass das Problem noch immer jede Menge Aufmerksamkeit bekommen sollte.

Coronakrise könnte Situation noch weiter verschlimmern

Problematisch ist an der Entwicklung besonders, dass die Zahlen des Jahres 2018 auf ein wirtschaftlich starkes Jahr nach einer langen Wachstumsperiode blicken. Die aktuelle Krise rund um das Coronavirus könnte entsprechend dazu führen, dass sich die Situation in den nächsten Jahren noch einmal deutlich verschlechtert. Die Kinderarmut wird genauso wie die Altersarmut kein Problem sein, das in den nächsten Jahren einfach so verschwindet. „Die sozialen Leistungen müssen Armut verhindern und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen“, lässt Zimmermann entsprechend verlauten und zeigt zumindest einen Ausweg aus der Situation. Komplett bekämpfen könne man Armut aber nur durch steigende Löhne, heißt es abschließend. Ob das so kommen wird, darf man infrage stellen. 


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