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Mehr Privatinsolvenzen bei den über 60-Jährigen

Die Altersarmut ist ein Problem über das in Deutschland seit vielen Jahren berichtet wird. Wie groß das Problem ist, lässt sich nicht recht sagen. Die Statistiken gehen weit auseinander, an konkreten Zahlen fehlt es oft. Fest steht allerdings: Die Zahl der Privatinsolvenzen im Alter steigt – entgegen dem allgemeinen Trend. Doch ist die Situation deshalb wirklich problematisch? Die Zahl der Privatinsolvenzen ist in Deutschland in den letzten Jahren immer weiter gesunken. Schon seit 2005 sinkt die Zahl der Insolvenzverfahren Jahr für Jahr. In keinem anderen Land der Erde lässt sich eine ähnlich positive Entwicklung feststellen. Doch in einer Altersgruppe zeigt sich in Deutschland ein gegenläufiger Trend: Bei den über 60-Jährigen. Auch im Jahr 2016 ist die Zahl der Privatinsolvenzen einzig in dieser Altersgruppe gestiegen. Insgesamt mussten dagegen „nur noch“ knapp über 100.000 Personen Privatinsolvenz anmelden. Das sind mehr als sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Bei den Älteren lässt sich dagegen ein milder Anstieg von 0,9 Prozent beobachten.

10.000 Menschen über 60 müssen Privatinsolvenz anmelden

© Jyothi | Dreamstime Stock Photos

Von den 100.000 Verbrauchern, die im letzten Jahr Privatinsolvenz anmelden mussten, sind immerhin knapp über 10.000 im höheren Alter. Bedenklich ist diese Zahl besonders deshalb, weil sie noch vor wenigen Jahren unter der Marke von 10.000 Betroffenen lag. Die Entwicklung, dass mehr ältere Menschen auf Produkte wie das Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung angewiesen sind, zeigt sich bereits seit Jahren. Doch die ansteigende Zahl der Privatinsolvenzen muss man immer im Verhältnis betrachten: Die Gruppe der über 60-Jährigen, die mit dem Schicksal einer Privatinsolvenz zurechtkommen müssen, ist weiterhin vergleichsweise niedrig. Konkret müssen in keiner anderen Altersgruppe (ausschließlich Volljährige sind in der Statistik erfasst) so wenige Menschen Privatinsolvenz anmelden wie unter den über 60-Jährigen.

Menschen im hohen Alter setzen selten auf Hilfe

Dass die Zahl der Privatinsolvenzen im hohen Alter steigt, hat zudem nicht nur mit der Altersarmut zu tun. Vielmehr spielt auch die Inanspruchnahme des Hilfsangebots eine Rolle. In der Gruppe der über 60-Jährigen setzen vergleichsweise wenige Menschen auf die Unterstützung durch ein Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung. Das liegt zum einen an technischen Hürden, zum anderen an einem zu großen Stolz. Viele Menschen im hohen Alter wollen schlichtweg nicht zugeben, dass sie finanziell am Ende sind. Die Scham und vielfach auch das eigen Selbstbewusstsein machen es unmöglich, einen Offenbarungseid zu leisten. Die Schulden werden dann einfach lange vor sich hergeschoben. Irgendwann können dann nicht einmal mehr ein Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung helfen – die Privatinsolvenz ist dann unausweichlich.

Geringe Renten spielen eine Rolle

Vernachlässigen sollte man deshalb aber nicht, dass die niedrigen Renten bei manchen älteren Menschen ein echtes Problem darstellen. Zwar haben die Älteren in der Gesellschaft im Schnitt mittlerweile deutlich mehr als noch vor einigen Jahren. Doch die Schere geht dabei auch immer weiter auseinander. So gibt es mittlerweile zahlreiche Menschen im höheren Altern, die finanziell selbst mit zwei Renten kaum mehr über die Runden kommen. Diese Problematik führt dann immer wieder dazu, dass auch Rentner auf ein Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung setzen müssen. Nicht unbedingt ein angenehmes Schicksal, wenn man eigentlich einen entspannten Lebensabend genießen wollte.

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