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Mehr Privatinsolvenzen in Sachen und Hessen

Im ersten Halbjahr 2018 ist die Zahl der Privatinsolvenzen erneut zurückgegangen – aber nicht überall. Welche Bundesländer fallen ab?

Die neueste Auswertung der Auskunftei Crifbürgel zeigt, dass die Zahl der Privatinsolvenzen im ersten Halbjahr 2018 erneut zurückgegangen ist – um fast 5 Prozent. Damit setzt sich ein Trend fort, der schon seit Jahren anhält. Wie schon in den Vorjahren zeigt sich allerdings, dass ein genereller Fall der Privatinsolvenzzahlen in Deutschland noch lange nicht bedeutet, dass die Zahl der Privatinsolvenzen auch in allen Bundesländern sinkt. So fallen bei der neuen Auswertung beispielsweise zwei Bundesländer durch doch recht stark erhöhte Privatinsolvenzzahlen auf, während es in anderen Bundesländern einen positiven Trend gibt. Neu ist das nicht, denn die Unterschiede bei der Zahl der Privatinsolvenzen sind seit jeher stark.

Steigende Insolvenzzahlen in Hessen und Sachsen

Überraschend an der neuen Auswertung ist, dass zwei Bundesländer abfallen, die eigentlich durch recht niedrige Privatinsolvenzzahlen auffallen. Die Rede ist von Hessen (dem Bundesland mit den drittwenigsten Privatinsolvenzen pro 100.000 Einwohner) und Sachsen (in derselben Rangliste auf einem respektablen sechsten Platz). In beiden Ländern ist die Zahl der Privatinsolvenzen allerdings um recht starke 7,5 Prozent (Sachsen) beziehungsweise 4,9 Prozent (Hessen) gestiegen. Natürlich ist der Anstieg in absoluten Zahlen nicht allzu schlimm, kommt er doch von einem vergleichsweise niedrigen Stand. Überraschend ist der Anstieg aber dennoch, denn es gibt eigentlich keine Sondereffekte, die erklären können, warum in den beiden Musterländern die Zahl der Privatinsolvenzen auf einmal steigt. In beiden Ländern können Verbraucher generell auch auf Hilfe bei Schulden bauen, etwa eine Schuldnerberatung oder ein Girokonto ohne Schufa.

Doppelt so viele Privatinsolvenzen wie in anderen Bundesländern

Blickt man auf die Statistik, zeigt sich bei der Zahl der Privatinsolvenzen auf 100.000 Einwohner ein ziemlich erschreckendes Bild. Trotz des erneuten Falls der Zahlen, sind die Unterschiede zwischen den Bundesländern weiterhin sehr groß. So gibt es in Bremen mit 78 Privatinsolvenzen pro 100.000 Einwohner mehr als doppelte so viele Insolvenzverfahren wie in Bayern und Baden-Württemberg (38 Privatinsolvenzen). Generell zeigt sich ein sehr starkes Gefälle zwischen dem Norden und dem Süden. Nach Bremen folgen mit Hamburg (75) und Schleswig-Holstein (73) zwei weitere nördliche Bundesländer. Auch Niedersachsen (69) und Mecklenburg-Vorpommern (61) haben in der Rangliste eine vergleichsweise schlechte Position. Neben den beiden südlichen Flächenbundesländern schneiden mit Hessen (42), Rheinland-Pfalz (46), Thüringen (49) und Sachsen (51) vier weitere Bundesländer gut ab, die eher in der südlichen Hälfe der Republik liegen.

Unterschiede lassen sich nur teilweise erklären

Experten versuchen die großen Differenzen zwischen den Bundesländern seit Jahren zu erklären, scheitern aber an einer vollumfänglichen Erklärung. Es lässt sich zwar eine Tendenz erkennen, diese gilt allerdings nicht für alle Bundesländer gleichermaßen. Grundsätzlich gibt es in den wirtschaftlich stärkeren Bundesländern etwas weniger Privatinsolvenzen und auch dort, wo wenige Arbeitslose registriert sind, gibt es weniger Insolvenzverfahren. Doch es gibt auch einige Ausnahmen in der Statistik, so schneiden etwa die Bundesländer im Osten der Republik vergleichsweise gut im Verhältnis zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen an – hier könnte auch die Mentalität der Verbraucher einen Unterschied machen. Und dann kommt es natürlich noch darauf an, ob sich die Menschen zum Beispiel von einem Girokonto ohne Schufa oder einer Schuldnerberatung helfen lassen.


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