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10.03.2020

Mieten führen die Mittelschicht in die Überschuldung

Die Zahl der überschuldeten Verbraucher in München steigt – wie kann es sein, dass die Menschen in der reichen Stadt mit Schulden zu tun haben?

In kaum einer anderen Stadt der Bundesrepublik ist die Entwicklung in Hinblick auf die Löhne und die Arbeitslosigkeit so positiv wie in München. Die bayerische Landeshauptstadt gehört zu den absoluten Boom-Metropolen des Landes und hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten so einige Rekorde geknackt. Nur ein Problem scheint auch München nicht in den Griff zu bekommen: Die Überschuldung. Auch 2019 ist die Zahl der Überschuldeten erneut gestiegen, betroffen sind mittlerweile 110.200 Einwohner der Metropole, ein Anstieg um weitere 680 Menschen.

Überschuldungsquote mit 8,37 Prozent noch im Rahmen

Während die Überschuldungszahlen aus München zweifelsfrei bedenklich sind, muss man dennoch auch im Blick haben, dass die Überschuldungsquote im Deutschlandschnitt noch vergleichsweise niedrig ist. Betroffen sind in München laut der Statistik 8,37 Prozent der Bevölkerung – durch den Zuwachs gab es bei diesem Kennwert sogar einen leichten Rückgang im letzten Jahr. Im Bundesschnitt sind genau 10 Prozent der Menschen von einer Überschuldung betroffen, in anderen Großstädten sind es teilweise 15 bis 20 Prozent der Bürger. München schneidet im Verhältnis also relativ gut ab. Doch Grund zum Aufatmen ist das nicht, dass wissen besonders Betroffene, die auf eine Schuldnerberatung und ein Girokonto ohne Schufa setzen müssen.

Hohe Mieten belasten die Münchner Mittelschicht

In München zeigt sich ein Phänomen, das besonders reiche Metropolen des Landes immer häufiger heimsucht. Die gute wirtschaftliche Entwicklung und die geringe Arbeitslosigkeit wirken auf den ersten Moment nur positiv. Doch auf der anderen Seite steigen die Mieten durch diese Entwicklung enorm. Passend heißt es dazu bei der Vorstellung des Schuldneratlas 2019 für die Stadt München: "Überschuldung in München ist kein Unterschichtproblem", so Philipp Ganzmüller, geschäftsführender Gesellschafter von Creditreform München. Dass Mieten zu einer so großen Gefahr für die Menschen geworden sind, sollte in Anbetracht der Entwicklung in München nicht überraschen. In der Landeshauptstadt sind Kaltmieten von bis zu 1.000 Euro für ein Zimmer längst nicht mehr die Ausnahme.

Miete sollte 30 Prozent des Einkommens nicht übersteigen

Dass immer mehr Menschen wegen der Miete mit einer Überschuldung kämpfen müssen, liegt besonders am Verhältnis dieser zum Einkommen. Früher galt einmal die Regel, dass die Miete bei maximal 30 Prozent des Einkommens liegen sollte. In vielen Metropolen ist das für die Menschen aber längst nicht mehr machbar, auch 50 Prozent oder mehr des Einkommens werden teils für die Miete aufgewendet. Dadurch wird auch schnell klar, warum die Überschuldung in Großstädten wie München weiter grassieren wird, denn Besserung ist erst einmal nicht in Sicht. 


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