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Österreich meldet niedrigere Privatinsolvenzzahlen

In Österreich geht die Zahl der Privatkonkurse zurück und auch die Hilfe von Beratungsstellen wurde 2020 seltener angenommen – ein positiver Trend?

Eine große Ironie in der Krise rund um das Coronavirus ist zweifelsfrei, dass die Zahl der Insolvenzverfahren in vielen Teilen Europas stark zurückgegangen ist. Dieser Trend hat sich mitunter in Deutschland, aber auch anderswo gezeigt. Das wirkt im ersten Moment bizarr, denn der Lockdown und die generellen wirtschaftlichen Folgen durch das Virus haben viele Existenzen in Gefahr gebracht und manche Unternehmen regelrecht zerstört. Doch auch aus Österreich gibt es jetzt positive Zahlen. Wie kann das sein?

Schuldnerberatungen sehen gute Entwicklung

Als die Dachorganisation der staatlich anerkannten Schuldenberatungen in Österreich, asb, den sogenannten Schuldenreport 2021 vorgestellt hat, konnte nicht jeder sofort die Zahlen glauben. Ein Rückgang von 20 Prozent bei den Privatkonkursen und 10 Prozent weniger Nachfrage nach Beratungsstellen. Was im ersten Moment nach bizarren Zahlen in Krisenzeiten klingt, hat laut asb allerdings mehrere Gründe. Einen positiven Trend wollen die Schuldnerberater dabei absolut nicht ableiten, sie erwarten vielmehr davon, dass sich die negativen Folgen der Entwicklungen im letzten Jahr schlichtweg erst 2021 zeigen werden.

Kreditstundungen und Rückstau bei Privatkonkursen

In Deutschland zeigt sich am Andrang auf Produkte wie das Girokonto ohne Schufa gut, dass trotz einer auf den ersten Blick positiven Entwicklung bei den Privatinsolvenzen keineswegs alles rosig ist. Ganz im Gegenteil, immer mehr Verbraucher befinden sich in finanziellen Problemen und können ihre Verbindlichkeiten nicht mehr begleichen. In Österreich ist derselbe Trend zu beobachten, sodass die Schuldnerberater einen starken Anstieg der Zahlen in diesem Jahr erwarten. Konkret sehen die Beratungsstellen etwa einen Rückstau von etwa 2.000 Insolvenzverfahren – würden diese auf die 7.296 Verfahren des letzten Jahres aufgerechnet, hätte es bereits einen starken Anstieg gegeben. Doch das ist nicht alles, denn auch Kreditstundungen sorgen dafür, dass private wie geschäftliche Insolvenzen herausgezögert werden.

Gesetzesänderung beim Privatkonkurs

Dass es im Jahr 2021 deutlich mehr Privatinsolvenzen geben wird, liegt in Österreich allerdings genauso wie in Deutschland auch daran, dass es eine Gesetzesänderung gibt. Der Privatkonkurs ist zukünftig regulär bereits nach drei Jahren beendet, wenn man die Regeln einhält. Diese Neuregelung gilt für Selbstständige und Freiberufler genauso wie für private Schuldner. Wegen einer fehlenden Übergangsfrist haben viele Betroffene auf die neuen Regeln gewartet und werden die Gelegenheit für eine Entschuldung in diesem Jahr nutzen. Klar scheint schon jetzt, dass das Jahr 2021 zu einem negativen Rekordjahr mit Blick auf die Privatinsolvenzen werden dürfte. Ein wenig Hoffnung auf einen schnellen Aufschwung in der zweiten Jahreshälfte gibt es aber noch.


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