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Restschuldbefreiung nach drei Jahren ist kein Erfolg

Die Restschuldbefreiung nach nur drei Jahren wurde bei der Reformierung des Privatinsolvenzrechts gefeiert. Doch wie sieht es in der Praxis aus?

Die Privatinsolvenz ist alles andere als ein einfaches Schicksal – in Deutschland war sie bis vor wenigen Jahren zudem ein ziemlich starres Konzept. Nach dem alten Insolvenzrecht mussten Verbraucher über einen Zeitraum von sechs Jahren in die sogenannte Wohlverhaltensphase. Erst nach erfolgreichem Abschluss dieser Zeit war eine Restschuldbefreiung möglich. Auch heute ist dies theoretisch noch so, am 1. Juli 2014 wurde die Rechtslage allerdings verändert. Seitdem können Verbraucher die Privatinsolvenz theoretisch auch schon früher beenden, konkret nach drei oder fünf Jahren. Natürlich war nicht sofort absehbar, wie erfolgreich die Reform sein würde – nun allerdings liegen erste Zahlen bereits. Diese sind leider ernüchternd.

Privatinsolvenz dauert in den wenigsten Fällen drei Jahren

Die Wirtschaftsauskunftei CRIFBÜRGEL hat statistisch erhoben, wie häufig die Restschuldbefreiung nach nur drei Jahren gelingt. Als Maßstab wurden dabei die Personen genommen, die eine Privatinsolvenz zwischen dem 1. Juli 2014 und dem 30. Juni 2015 angemeldet haben. Dabei wurde nicht erhoben, ob die Verbraucher gleichzeitig auf Hilfsleistungen wie eine Schuldnerberatung oder ein Produkt wie das Girokonto ohne Schufa gesetzt haben. Stattdessen wurden bei der Statistik allerdings immerhin sowohl die Zahlen für Selbstständige als auch für Bürger mit normalen Angestelltenverhältnis (ehemals oder aktuell) erhoben. Von den insgesamt 102.500 Privatpersonen ist dabei gerade einmal 8,2 Prozent oder auch knapp über 8.000 Verbrauchern ein Ende der Privatinsolvenz nach drei Jahren gelungen – mehr als 90 Prozent sind noch immer in der Insolvenz.

Selbstständige profitieren häufiger von der Regelung

Interessant ist allerdings ein Blick auf die unterschiedlichen Zahlen für Selbstständige. Diesen ist in 13,8 Prozent der Fälle und damit deutlich häufiger ein früheres Ende der Privatinsolvenz gelungen. Natürlich macht auch diese Zahl nicht unbedingt Hoffnung, denn auch bei den Selbstständigen ist es gerade einmal jeder Achte. Zudem mussten auch deutlich weniger ehemals Selbstständige in die Privatinsolvenz, die Zahl lag insgesamt bei nur knapp über 7.000. Somit haben in ganz Deutschland in eineinhalb Jahren gerade einmal 985 zuvor selbstständige Verbraucher geschafft, die Insolvenz nach nur drei Jahren zu beenden. Die Zahlen rund um Selbstständige zeigen aber auch, dass ehemals oder auch während dem Verfahren noch Angestellte noch schlechtere Chancen. Von ihnen haben gerade einmal 7,7 Prozent ein Ende der Privatinsolvenz nach drei Jahren erreicht.

Geringere Schulden lassen sich schneller abbauen

Die Statistik zeigt auch, dass Verbraucher mit geringeren Schulden bessere Chancen auf ein Ende der Privatinsolvenz nach drei Jahren haben – überraschend ist das nicht. Um ein Ende nach drei Jahren zu schaffen, müssen Verbraucher insgesamt 35 Prozent der Gesamtschulden zurückzahlen und zudem die Verfahrenskosten begleichen. Gerade bei jungen Verbrauchern, die im Schnitt vergleichsweise geringe Schulden mit in die Privatinsolvenz bringen, ist ein Ende der Privatinsolvenz nach drei Jahren damit durchaus realistisch. Menschen unter 25 haben im Schnitt gerade einmal 11.000 Euro Schulden, der allgemeine Schnitt liegt bei 33.000 Euro. Je älter ein Verbraucher ist, desto schlechter stehen auch die Chancen auf ein Ende der Privatinsolvenz nach drei Jahren, schon allein wegen der im Schnitt deutlich höheren Schulden. Alternativ versprechen aber natürlich in jeder Lebenssituation eine Schuldnerberatung und ein Girokonto ohne Schufa Hilfe.


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