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Schufa überprüft jetzt auch Kontoauszüge

Das Datensammeln geht bei der Schufa in die nächste Runde: Die Auskunftei bietet ab sofort die Möglichkeit, auch Kontoauszüge von Verbrauchern zu durchleuchten.

Den meisten Deutschen geht es schon jetzt zu weit, wie viele Daten die Schufa über Verbraucher sammelt. Doch die Auskunftei ist erst am Anfang und plant nicht nur über ihren Algorithmus, sondern auch über neue Technik noch mehr über Verbraucher und ihre Bonität zu erfahren. Wie genau das aussehen kann, zeigt ein neuer Service, den die Auskunftei vorgestellt hat. Ab sofort ist es für die Schufa möglich, über den Dienst CheckNow die Kontodaten von Verbrauchern auszuwerten.

Risikofaktoren sollen auf Kontoauszügen analysiert werden

Die neue Meldung dürfte dem einen oder anderen Inhaber von einem Girokonto ohne Schufa die Schweißperlen auf die Stirn treiben – was möchte die Schufa denn noch alles wissen? Die Idee hinter CheckNow verkauft das Unternehmen natürlich als positiv: Man will Verbrauchern die Möglichkeit geben, durch eine „Datenspende“ trotz schlechter Bonität dennoch an Verträge oder Kredite zu kommen. Dabei soll die Prüfung der Kontoauszüge dafür sorgen, dass ein positiveres Fazit über die Bonität von Verbrauchern gezogen wird als über die ansonsten vorliegenden Daten. Dabei sollen allerdings auch sogenannte Risikofaktoren auf den Kontobewegungen analysiert werden. Dazu gehören beispielsweise Rücklastschriften, aber auch Zahlungen an Inkassounternehmen oder Ausgaben für Glücksspiel.

Finapi kann 65 verschiedene Zahlungstypen identifizieren

Dass die Schufa überhaupt technisch in der Lage ist, einen solchen Service anzubieten, liegt in einer Akquisition begründet. Im Jahr 2018 hatte die Schufa den Münchner Spezialisten Finapi übernommen. Die weiterhin eigenständige Tochterfirma der Schufa ist mittlerweile in der Lage, auf Kontoauszügen insgesamt 65 verschiedene Zahlungstypen zu identifizieren, beispielsweise Gehaltszahlungen, aber auch staatliche Unterstützungsleistungen oder Unterhaltszahlungen. Damit ist die Firma in der Lage ein Profil zu erstellen, dass eine bestimmte Risikoabschätzung über einen Kontoinhaber abgibt. Der gläserne Kunde wird durch den neuen Service der Schufa noch mehr zur Realität als zuvor schon – eine positive Entwicklung ist das sicherlich nicht.

Aufsichtsbehörden müssen Projekt noch prüfen

Ob Schufa CheckNow überhaupt in dieser Form angeboten werden darf, steht aktuell noch in den Sternen. Die Aufsichtsbehörden wurden erst am Tag der Veröffentlichung über das neue Produkt informiert und werfen gerade einen genauen Blick auf die Legalität. Das Problem ist besonders die Verknüpfung zwischen Auskunftei und Kontoinformationsdienst, die auch von Verbraucherschützern kritisiert wird. Zwar möchte die Schufa die Daten direkt nach einem Check wieder löschen, mittelfristig könnte das Durchleuchten der Kontodaten aber zum Standard werden, um bestimmte Verträge oder Kredite zu bekommen. Ob das allerdings wirklich so kommt, hängt sicherlich auch von der Reaktion der Verbraucher ab. Nach negativer Berichterstattung hat sich mit O2 bereits ein Partner der Schufa aus dem Projekt zurückgezogen. 


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