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Überschuldung steigt durch das Coronavirus vorerst nicht

Das Coronavirus hat im Jahr 2020 viele Verbraucher in eine prekäre Situation gebracht – doch die Zahlen bei der Überschuldung machen dennoch Hoffnung.

Die Auskunftei Creditreform veröffentlicht Jahr für Jahr den sogenannten Schuldneratlas, der einen Einblick in eine dunkle Seite des wirtschaftlichen Aufschwungs gibt – diejenigen, die gewissermaßen zu den Verlieren gehören. Gemeint sind Verbraucher und Haushalte, die in die Überschuldung abrutschen und ihre Rechnungen nicht mehr begleichen können. Die Zahl der betroffenen Verbraucher ist in den letzten Jahren gravierend gestiegen, sodass man auch im Jahr 2020 von einem Anstieg ausging. Doch wegen Sondereffekten fällt die Statistik in diesem Jahr sogar positiv aus. Was sind die Hintergründe?

Creditreform spricht von einer „Ruhe vor dem Sturm“

Überbewerten sollte man die Entwicklungen des Jahres dabei auf keinen Fall, wie Creditreform bei der Vorstellung des Berichtes auch direkt zu Protokoll gegeben hat. Die Rede ist von einer „Ruhe vor dem Sturm“, der im kommenden Jahr kommen dürfte. Die Überschuldungsquote war im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr zwar sogar rückläufig, doch der Hintergrund dessen sind primär Unterstützungsleistungen in der Krise. Sobald diese auslaufen, dürfte die Zahl der Überschuldeten schnell ansteigen. Eine Rolle spielt auch ein verändertes Konsumverhalten der Verbraucher, das sich bei einer Normalisierung der Lage wohl ändern dürfte – mit einer größeren Verschuldung der Privathaushalte in der Folge.

70.000 Überschuldete weniger als im Vorjahr

Die Statistik zeigt konkret, dass 70.000 Verbraucher weniger als im Herbst 2019 von einer Überschuldung betroffen sind. Damit fällt die Überschuldungsquote auch wieder unter den Wert von 10 Prozent und liegt nur noch bei 9,87 Prozent, was sicherlich eine überraschende Entwicklung ist. Klar ist deshalb aber auch schon, dass es im kommenden Jahr zu einem relevanten Anstieg kommen wird, der die positiven Zahlen dieses Jahres schnell vergessen macht. Begründet wird das von den Machern der Studie dadurch, dass in diesem Jahr durch Kurzarbeitergeld und viele andere direkte staatliche Helfen, das Konto vieler Verbraucher geschont wurde. Dadurch war die Überschuldung weniger ein Thema, wenngleich sich bei der Nachfrage nach Schuldnerberatungen und Produkte wie dem Girokonto ohne Schufa schon jetzt ein anderer Trend zeigt.

Höhere Sparquote als weiterer wichtiger Faktor

Doch nicht nur der Staat ist dafür verantwortlich, dass sich mit Blick auf die Überschuldung etwas verändert hat. Die Experten von Creditreform verweisen auch darauf, dass die Sparquote der Deutschen sich fast verdoppelt hat. Das heißt konkret, dass deutlich weniger Geld für den Konsum ausgegeben wird. Zum einen liegt das an Einschränkungen durch den Lockdown und auch wenigen Möglichkeiten, zum anderen aber auch an einem psychologischen Effekt – in Krisenzeiten gehen die Menschen lieber auf Nummer sicher. Somit gibt es auch für 2021 zumindest ein wenig Hoffnung, denn die Krise sorgt möglicherweise für ein besseres Management der Haushaltskasse. 


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