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Urlauber in Deutschland sind kaum geschützt

Pleiten haben in den letzten Jahren für sehr viel Urlaubsfrust gesorgt – die Politik möchte nun umsteuern und Verbraucher besser absichern.

In den letzten Jahren gab es rund um Pleiten von Reiseveranstaltern und Airlines so einige schlechte Nachrichten. Die größte Nachricht in Deutschland war sicherlich das plötzliche Ende von airberlin im August 2017, doch auch danach haben sich noch viele Airlines vom Markt verabschiedet – darunter etwa Primera Air, Germania oder auch WOW Air. Damit aber nicht genug, denn im Herbst 2019 musste auch Thomas Cook – einer der ältesten und größten Reiseveranstalter der Welt – Insolvenz anmelden. Für hunderttausende Urlauber wurde aus der geplanten Reise nichts und ob es das Geld zurückerstattet wird, steht aktuell zudem auf der Kippe.

Absicherung gegen Insolvenzen ist kaum gegeben

Gerade für Verbraucher, die über Jahre auf ihrem Girokonto ohne Schufa gespart haben, um sich einen Urlaub zu gönnen sind solche Nachrichten wie ein Schlag ins Gesicht. Eine Insolvenz von einer Airline oder einem Reiseveranstalter lässt sich selten absehen, Verbraucher sind dennoch meist auf sich alleine gestellt. Das gilt besonders bei der Buchung von Einzelleistungen, denn wer ein Hotel oder einen Flug einzeln bucht, der genießt im Prinzip überhaupt keinen Insolvenzschutz – Sicherungsscheine oder ähnliches gibt es hier nicht. Bei Pauschalreisen ist die Situation eigentlich besser, denn hier gibt es eine Insolvenzversicherung. Doch in der Praxis zeigt die Thomas Cook Pleite auch hier, dass Urlauber deswegen noch lange nicht schnell ihr Geld zurückbekommen.

Gesetzeslücken und kein Schutz für Verbraucher

Der Grund dafür liegt darin, dass in Deutschland nur eine Absicherung von maximal 110 Millionen Euro pro Reiseveranstalter vorgesehen ist. Bei einem Riesen wie Thomas Cook reicht das nicht, weswegen der Rückversicherer Zurich warnt, dass das Geld nicht für alle Urlauber genügen wird. Diese Gesetzeslücke könnte für viele Verbraucher teuer werden. Damit aber noch nicht genug: Bei Einzelleistungen wie Flügen gibt es überhaupt keinen Schutz. Bei der Pleite von airberlin sind beispielsweise fast alle Urlauber auf ihren Kosten sitzengeblieben. Selbstverständlich bezahlt für verlorene Urlaubsfreuden oder eine alternative Reise sowieso niemand mehr, wenn ein Anbieter in die Insolvenz geht – Verbraucher zahlen also selbst dann drauf, wenn sie ihr Geld zurückbekommen.

EU-Parlament möchte Verbraucher besser schützen

Im EU-Parlament wird auch wegen den Entwicklungen bei Thomas Cook über einen besseren Verbraucherschutz debattiert. Unter anderem wird über einen Garantiefonds für „Unterstützungsleistungen, Rückerstattungen, Ausgleichsleistungen und Umbuchungen“ gesprochen. Weiter heißt es: Ein Airline-Garantiefonds oder eine andere Versicherungslösung müsste in die EU-Fluggastrechteverordnung integriert werden.“ Man kann nur hoffen, dass es wirklich so kommt, denn wer Jahre auf einen Urlaub spart, darf nicht in eine solche Situation kommen.


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