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Vom Rekordjahr zur Pleitewelle

Die Zahl der Privat- und Unternehmensinsolvenzen dürfte 2020 insgesamt sinken – das geht aus einer auf den ersten Blick positiven Statistik von Creditreform hervor.

Die deutsche Wirtschaft wird genauso wie der Arbeitsmarkt stark von den Folgen der Coronavirus-Pandemie getroffen. Unter diesen Vorzeichen überrascht nicht, dass für das Jahr 2020 eigentlich ein Anstieg der Insolvenzen erwartet worden war. Doch neue Statistiken machen klar, dass es dazu wohl nicht kommen wird. Die Auskunftei Creditreform rechnet sogar damit, dass die Zahl der Insolvenzen im Jahr 2020 neue Tiefstände erreichen könnten – bei den Privatinsolvenzen genauso wie bei den Firmeninsolvenzen. Wie kann das sein?

Niedrigste Zahl der Firmeninsolvenzen seit 25 Jahren

Konkret rechnet Creditreform damit, dass die Zahl der Firmenpleiten in diesem Jahr bei nur etwa 17.000 bis 18.000 liegen dürfte – auch bei den Privatinsolvenzen schätzen die Experten einen Rückgang gegenüber den Zahlen im Vorjahr. Bei den Privatinsolvenzen wäre das ein Rekord seit Einführung der Möglichkeit zur einfachen Entschuldung, da schon in den letzten Jahren so wenige Privatinsolvenzverfahren vorgekommen sind wie nie zuvor. Bei den Firmeninsolvenzen rechnen die Experten von Creditreform damit, dass die Zahlen so niedrig ausfallen wie noch nie in diesem Jahrtausend. All das passiert in einem Jahr, in dem die Wirtschaft so schwer getroffen wird, wie noch nie in der jüngeren Vergangenheit.

Aussetzung der Insolvenzpflicht als Hauptgrund

Dass die Krise dadurch einfach so an den Deutschen vorübergeht, ist dennoch nicht zu erwarten – das wissen auch viele Inhaber von einem Produkt wie dem Girokonto ohne Schufa. Creditreform-Hauptgeschäftsführer Volker Ulbricht macht das gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung klar und erklärt, warum die Insolvenzzahlen 2020 so niedrig ausfallen werden: „Ich rechne damit, dass die Insolvenzwelle im ersten Quartal 2021 ihren Höhepunkt erreichen und sich auch dann erst zeigen wird, wie sich der zweite Lockdown zusätzlich auswirkt“. Die Aussetzung der Pflicht zur Insolvenz bei Überschuldung eines Unternehmens wurde zuletzt noch einmal bis Ende des Jahres verlängert. Einzig bei Zahlungsunfähigkeit müssen Firmen im vierten Quartal 2020 wieder zwingend in die Insolvenz – das führt offensichtlich zu einem Verzögerungseffekt, der auch einen Einfluss auf betroffene Arbeitnehmer hat, die potenziell ihren Job und ihr Einkommen verlieren.

2021 dürfte ein hartes Jahr werden

Dass es nicht mit solch positiven Zahlen weitergeht, ist jedem klar. Ulbricht erklärt dazu: „Ich rechne damit, dass die Insolvenzwelle im ersten Quartal 2021 ihren Höhepunkt erreichen und sich auch dann erst zeigen wird, wie sich der zweite Lockdown zusätzlich auswirkt.“ Man darf also davon ausgehen, dass im kommenden Jahr deutlich mehr Firmen in die Insolvenz müssen als noch im Vorjahr. Creditreform rechnet mit bis zu 24.000 Firmenpleiten. Doch das ist nicht alles, denn in der Folge dürfte auch die Zahl der Privatpleiten deutlich steigen. Hier sieht Creditreform einen Anstieg auf bis zu 110.000 Privatinsolvenzen – im neuen Jahr schlägt die Pandemie also voll durch. 


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