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Warum ist das Insolvenzrecht in Österreich verbraucherfreundlicher?

Die Unterschiede zwischen dem Insolvenzecht in Deutschland und Österreich sind so groß eigentlich nicht – doch warum melden in Österreich viel mehr Menschen eine Privatinsolvenz an?

In Österreich endet die Privatinsolvenz nach der letzten Novellierung Mitte des letzten Jahres immer nach fünf Jahren, ohne eine Mindestquote zur Rückzahlung. Zuvor gab es in Österreich generell eine Mindestquote von 10 Prozent der Schulden, die von jedem Schuldner zurückgezahlt werden mussten, um die Privatinsolvenz erfolgreich zu beenden. Darüber hinaus endete das Insolvenzverfahren immer frühesten nach sieben Jahren. Die gravierenden Veränderungen haben dazu geführt, dass die Zahl der angemeldeten Privatinsolvenzen im ersten Halbjahr 2018 im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahreszeitraum um fast 70 Prozent gestiegen sind – in einigen Regionen hat sich die Zahl der Privatinsolvenzen sogar verdoppelt.

Neue Rechtslage in Österreich ist verbraucherfreundlicher

Das liegt zweifelsfrei daran, dass die Rechtslage sich für Verbraucher stark verbraucherfreundlich entwickelt hat. Die Zahl der angemeldeten Insolvenzverfahren ist deshalb auch zuvor zurückgegangen, weswegen die Vergleichszahlen etwas hinken – immerhin hat sich die neue Rechtslage bereits angedeutet. Dennoch ist der Anstieg so gravierend, dass es nicht nur um statistische Tricks geht. Vielmehr scheinen viele Österreicher mit Schulden nun eine Chance zu sehen, die Schuldenvergangenheit durch eine Privatinsolvenz hinter sich zu lassen. Dabei fällt auch auf, dass das neue Privatinsolvenzrecht in Österreich verbraucherfreundlicher ist, als die in Deutschland seit mittlerweile mehr als drei Jahren gültige Rechtslage, die ebenfalls eine Lockerung im Vergleich zum vorangehenden Privatinsolvenzrecht darstellt.

Privatinsolvenzzahlen in Deutschland wieder gesunken

Dass dies der Fall ist, lässt sich recht leicht dadurch erklären, dass die Zahl der Insolvenzen in Deutschland auch nach der Novellierung des Privatinsolvenzrechts weiter zurückgegangen sind – ganz anders als in Österreich. Vielmehr setzen die Verbraucher zum Abbau der Schulden auch weiterhin lieber auf ein Produkt wie das Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung, als eine Privatinsolvenz anzumelden. Die Zahl der neu eröffneten Insolvenzverfahren ist in Deutschland dagegen seit nun mehr fast zehn Jahren rückläufig. Das liegt auch daran, dass ein Ende der Privatinsolvenz ohne Mindestquote in Deutschland erst nach sechs Jahren möglich ist – in Österreich geht es ein Jahr schneller, was Verbrauchern eine schnellere Rückkehr in die Gesellschaft ermöglicht. Zwar ist in Deutschland auch ein Ende nach fünf Jahren möglich, dafür müssen aber die Verfahrenskosten beglichen werden. Sogar nach drei Jahren kann die Insolvenz beendet werden, dafür müssen aber sowohl die Verfahrenskosten als auch 35 Prozent der Gesamtschulden beglichen werden – das schafft kaum ein Verbraucher.

Erleichterung des Insolvenzrechts gefordert

Der krasse Anstieg der Privatinsolvenzen in Österreich sogar auch dafür, dass hierzulande Stimmen laut werden, die eine deutliche Erleichterung des Insolvenzrechts fordern. Dass hierzulande immer noch deutlich mehr Menschen entscheiden, auf ein Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung zu setzen, ist ein klares Zeichen für ein zu hartes Insolvenzrecht. Die zurückgehende Zahl der Insolvenzen ist ein weiteres Indiz dafür, dass eine Privatinsolvenz für die meisten Verbraucher eine zu hohe Hürde ist. Dazu kommt, darauf verweisen mehrere Organisationen in Deutschland, dass die Folgen einer Insolvenz auf Grund von Schufa-Einträgen und der langen Vor- und Nachbereitung deutlich länger sind als nur sechs Jahren – es wäre also an der Zeit, es Menschen mit Schulden leichter zu machen.


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