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25.12.2017

Warum könnte sich die Zahl der Privatinsolvenzen in Österreich verdoppeln?

Die Zahl der Privatinsolvenzen ist in den letzten Jahren deutlich gefallen, sowohl in Deutschland als auch in Österreich. Doch im kommenden Jahr werden die Zahlen in Österreich wohl deutlich steigen, sich möglicherweise sogar verdoppeln. Anders in Deutschland. Wie lassen sich diese Unterschiede erklären?

Eine gute Schuldnerberatung und ein Girokonto ohne Schufa sind im Kampf gegen die Überschuldung sehr wichtig. Diese Kombination hilft vielen Deutschen, die finanziellen Probleme wieder in den Griff zu bekommen. In Österreich gibt es ähnliche Lösungen, die im Kampf gegen die Schulden helfen können. Doch dennoch gehen Experten davon aus, dass die Zahl der Insolvenzen im kommenden Jahr deutlich steigen wird. Wie kann das sein? Die Gründe dafür liegen in einer Veränderung des Insolvenzrechts. Für Schuldner wird es deutlich einfacher, sich über eine Privatinsolvenz ihrer Schulden zu entschulden – das freut allerdings nicht jeden.

Privatinsolvenz ist in Deutschland einfach und flexibel

In Deutschland ist die Privatinsolvenz vor mehr als drei Jahren reformiert worden. Seitdem ist es für Schuldner einfacher und flexibler, die Schulden hinter sich zu lassen. Zwar setzen weiterhin sehr viele Menschen auf ein Girokonto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung, doch die Privatinsolvenz ist für viele zu einer zumindest sinnvollen Lösung geworden. Hierzulande gibt es mittlerweile drei Möglichkeiten die Insolvenz hinter sich zu lassen: Nach sechs Jahren ohne eine Mindestquote der Rückzahlung, nach fünf Jahren bei Rückzahlung der Verfahrenskosten (meist ein vierstelliger Betrag) oder nach drei Jahren unter Rückzahlung der Verfahrenskosten sowie 35 Prozent aller Gläubigerforderungen. Zwar wird die schnellere Entschuldung bislang kaum in Betracht gezogen, da die Quote schwer zu erfüllen ist, die Flexibilität des Insolvenzrechts wurde aber dennoch positiv aufgenommen.

In Österreich war eine Mindestquote bislang Voraussetzung

In Österreich stand das Privatinsolvenzrecht in den letzten Jahren dagegen immer wieder in de Kritik. Der Grund dafür ist allen voran in der vorhanden Mindestquote zu finden. Während in Deutschland der Fokus immer darauf lag, es jedem Menschen zu ermöglichen, in die Gesellschaft zurückzufinden, ging es in Österreich allen voran um die Gläubigerforderungen. Deshalb gab es bislang auch eine sogenannte Mindestquote für die Rückzahlung. Schuldner mussten mindestens 10 Prozent ihrer Schulden zurückzahlen, um je wieder ohne Schulden zu leben. Nicht jedem ist das gelungen, teilweise weil das Einkommen zu gering ist, teilweise weil die Schulden zu hoch sind. Darüber hinaus dauerte das Verfahren in einigen Fällen bis zu sieben Jahre, also auch noch länger als in Deutschland. Zum 1. November 2017 hat sich das geändert.

Privatinsolvenz in Österreich deutlich verbraucherfreundlicher

Seit diesem Datum ist das Insolvenzverfahren deutlich verbraucherfreundlicher als bisher. Das Verfahren dauert nun maximal fünf Jahre (Teilzahlung sind bis zu sieben Jahre lang möglich) und die Mindestquote ist weg. Zwar gibt es einige zusätzliche Bedingungen, die das Verfahren komplexer machen als in Deutschland, im Vergleich dürfen sich die Verbraucher aber in jedem Fall über eine bessere Möglichkeit zur Entschuldung freuen. Für viele Österreich wird die Insolvenz deshalb erst jetzt zu einer echten Chance, weswegen die Zahl der Verfahren im kommenden Jahr deutlich steigen wird. In Deutschland dagegen wird es immer weniger Privatinsolvenzverfahren geben – die Menschen kämpfen trotz fairem Insolvenzrecht weiterhin lieber mit einem Girokonto ohne Schufa und einer Schuldnerberatung gegen die Schulden.


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