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Warum wird das neue Privatinsolvenzrecht in Deutschland nicht angenommen?

Seit dem 1. Juli 2014 gilt in Deutschland ein neues Privatinsolvenzrecht. Konkret haben Verbraucher mittlerweile deutlich mehr Möglichkeiten. Die meisten setzen dennoch weiterhin lieber auf ein Produkt wie das Konto ohne Schufa. Die Reform wird von Experten teilweise sogar als Fehlschlag hingestellt. Doch ist sie das wirklich und woran liegt die geringe Annahme des neuen Privatinsolvenzrechts?

Die Privatinsolvenz ist ein sehr kompliziertes Thema. Wer auf ein Produkt wie das Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung setzt, hat es da teilweise leichter. Die Kombination macht es vielfach möglich, die eigenen finanziellen Probleme wieder in den Griff zu bekommen und einen Weg aus den Schulden zu finden. Natürlich ist auch die Privatinsolvenz ein solcher, aber sie ist ein schwieriger Schritt, der in Deutschland noch immer sehr negativ besetzt ist. Daran hat auch das neue Privatinsolvenzrecht nichts geändert. Die Abneigung gegen die Insolvenz hat dabei mehrere Gründe. Dazu gehören die soziale Ausgrenzung, die Veröffentlichungspflicht und nicht zuletzt der Verlust der Selbstbestimmung über die Finanzen.

Das Grundprinzip der Privatinsolvenz hat sich nicht geändert

Daran hat auch die Reform vom 1. Juli 2014 nichts geändert. Noch immer funktioniert die Privatinsolvenz im Prinzip nach demselben Muster. Ein Verbraucher, der seine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann, muss zu einem Gericht gehen und dort Insolvenz melden. Davor muss ein Einigungsversuch mit den Gläubigern stattfinden, auch das Gericht versucht noch einmal einen solchen. Sollte die Einigung scheitern, beginnt die Privatinsolvenz. Ein Insolvenzverwalter wird eingesetzt und übernimmt dann die Kontrolle über die Finanzen. Das beginnt mit einem Verkauf oder einer Zwangsversteigerung von Wertsachen und Immobilien und endet damit, dass monatlich das Gehalt bis zu einem gewissen Freibetrag gepfändet wird. Zudem wird ein Privatinsolvenzverfahren weiterhin öffentlich gemacht. Gerade diese beiden Aspekte machen die Privatinsolvenz deutlich unattraktiver als die Kombination aus einem Konto ohne Schufa und einer Schuldnerberatung.

Kürzere Privatinsolvenz kommt für wenige Menschen in Frage

Zwar ist die Privatinsolvenz mittlerweile meist schneller vorbei – unter Umständen bereits nach drei Jahren. In der Praxis können die meisten Verbraucher diese Option allerdings nicht nutzen. Das liegt an den hohen Quoten, die ein vorzeitiges Ende schwierig machen. Wer die Insolvenz nach drei Jahren hinter sich lassen will, der muss 35 Prozent seiner Schulden zurückzahlen und darüber hinaus für die Verfahrenskosten aufkommen. Experten schätzen, dass damit insgesamt mehr als 50 Prozent der Gesamtschuld zurückgezahlt werden muss. In Einzelfällen sind es sogar bis zu 70 Prozent, da die Verfahrenskosten gerade bei kleineren Schuldnern einen hohen prozentualen Anteil ausmachen. Diese Quote ist gerade für Geringverdiener schlichtweg nicht erfüllbar. Das Ende der Insolvenz nach fünf Jahren ist da realistischer, da einzig die Verfahrenskosten begleichen werden müssen. Ob diese Option angenommen wird, zeigt sich allerdings erst in zwei Jahren.

Privatinsolvenz wird den schlechten Ruf nicht los

Obwohl die Privatinsolvenz in vielen anderen Ländern schlichtweg fehlt und für Verbraucher ein großer Traum bleibt, wird das durchaus faire Verfahren in Deutschland seinen schlechten Ruf nicht los. Die soziale Ausgrenzung, die bei einer Insolvenz droht und der Verlust der Selbstbestimmung über die Finanzen wiegen einfach zu schwer. Da setzen die meisten Menschen schlichtweg lieber auf ein Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung, um die Schulden hinter sich zu lassen.


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