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Was hat es mit der Immobilienkreditrichtlinie auf sich

Immobilienkredite sind in Deutschland immer noch einer der Hauptgründe dafür, dass Menschen in die Überschuldung geraten oder auf ein Produkt wie das Girokonto ohne Schufa setzen. Ist es da nicht eine gute Nachricht, dass die Zahl der vergebenen Kredite zuletzt stark gesunken ist? Nicht unbedingt, denn die neuen Regelungen bringen auch Probleme mit sich. Eigentlich klingt es doch gut: Es gibt weniger Immobilienkredite und damit für weniger Menschen das Risiko, dadurch in eine Überschuldung abzurutschen. Zustande kommt das durch eine neue EU-Regelung, die vom deutschen Gesetzgeber sogar noch verschärft wurde. Die Immobilienkreditrichtlinie verfolgt hauptsächlich ein Ziel: Die Risiken für Kreditnehmer senken. Doch die genaue Exekution der Richtlinie bringt auch Probleme mit sich. Dadurch, dass der Fokus bei der Kreditvergabe nun auf den laufenden Einkünften und nicht zwingend auf dem Besitz beruht, werden gewisse Gruppen von Krediten förmlich ausgeschlossen. Ist es also besser, dafür zu sorgen, dass weniger Menschen auf ein Girokonto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung setzen müssen oder sollten lieber doch weiterhin mehr Verbraucher einen Kredit bekommen?

Junge Menschen stehen vor Problemen

© Kurt | Dreamstime Stock Photos

Generell ist es immer positiv, wenn weniger Menschen auf ein Girokonto ohne Schufa setzen müssen, um sich vor der Überschuldung zu retten. Doch das bedeutet nicht unbedingt auch, dass man gewisse Gruppen deshalb komplett ausschließen sollte. Es geht dabei zum Beispiel konkret um junge Familien. Bei diesen ergibt sich meist eine doppelte Problemlage: Zum einen ist auf Grund des höheren Platzbedarfs oft ein neues Eigenheim notwendig. Zum anderen ist durch die Geburt und den darauffolgenden Mutterschutz oft nur noch ein Gehalt vorhanden. Mit der neuen Richtlinie soll gleichzeitig verhindert werden, dass Haushalte mit geringem Einkommen einen Kredit bekommen, der sozusagen darauf baut, dass der Haushalt mittelfristig wieder mehr verdient. Eine Verpfändung der Immobilie soll als Sicherheit nicht mehr ausreichen.

Rentner werden kategorisch von Krediten ausgeschlossen

Doch auch eine andere Zielgruppe, die mit einem Girokonto ohne Schufa bislang nur wenig zu tun hatte, wird bei der Kreditvergabe ausgeschlossen: Rentner. Ihnen fehlt es vielfach an einem hohen laufenden Einkommen, das für die Kreditvergabe ausreicht. Dennoch haben sie vielfach ein Vermögen, das ausreicht, um bislang einen Kredit zu bekommen. Die Kredite werden dabei allen voran deshalb vergeben, weil bestehendes Vermögen oder die Immobilie oder Wohnung selbst verpfändet werden kann. Das soll zukünftig nicht mehr möglich sein. Für viele Rentner wird es daher unmöglich, weiterhin einen Kredit zu bekommen. Bleibt nur erneut die Frage: Ist das wirklich so schlimm? Blickt man auf die Statistik, sieht man einen Anstieg der Privatinsolvenzen derzeit nämlich nur in einer Altersgruppe: Bei den Verbrauchern über 65 Jahren.

Positive Effekte könnten negative Schlagzeilen überschatten

Derzeit intervenieren zwar viele Bundesländer gegen die Immobilienkreditrichtlinie und wollen eine Lockerung. Ob das allerdings sinnvoll ist, darf angezweifelt werden. Von der Kreditvergabe ausgeschlossen werden derzeit genau die Gruppen, bei denen die Privatinsolvenzzahlen nicht zurückgehen. Lässt man eine lockere Kreditvergabe weiterhin zu, sorgt man vermutlich auch gleichzeitig dafür, dass diese Verbraucher weiterhin auf Produkte wie ein Girokonto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung angewiesen sind. Gewollt ist auch das sicherlich nicht, weswegen man die Neuregelung auf jeden Fall differenziert betrachten sollte.

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