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01.08.2018

Was passiert bei einer Privatinsolvenz mit meiner Abfindung

Rund um Privatinsolvenzverfahren gibt es meist so einige Fragen – etwa rund um Abfindungen. Darf man eine solche nach einer Kündigung behalten?

Wenn es finanziell keine andere Option mehr gibt, um finanziell weiterhin über die Runden zu kommen, ist die Privatinsolvenz oft die letzte Chance. Wenn man sich für eine solche entscheidet, hat man es meist bereits mit einem Girokonto ohne Schufa und einer Schuldnerberatung versucht. Doch so schwierig eine Privatinsolvenz auch sein mag, sie kann auch eine Chance sein. Nach spätestens sechs Jahren ist man nämlich tatsächlich wieder komplett schuldenfrei und kann wieder durchstarten. Doch während der Privatinsolvenz muss man mit so einigen Regeln zurechtkommen und muss darüber hinaus eine gewisse Bevormundung über sich ergehen lassen. Wer Privatinsolvenz anmelden muss, der muss sich nämlich nach dem widmen, was der Insolvenzverwalter sagt – zumindest im Rahmen der rechtlichen Regeln.

Welche rechtlichen Regeln gelten rund um Abfindungen?

Gerade rund um das Arbeitsleben kommt es hierbei oft zu Missverständnissen, auch weil die wenigsten Verbraucher die rechtlichen Regeln rund um die Privatinsolvenz wissen. Das gilt zum Beispiel bei einer Abfindung: Eine solche erhalten beispielsweise Arbeitnehmer, die nach längerer Betriebszugehörigkeit ohne schweren Grund gekündigt werden. Meist erfolgt eine Einigung mit dem Arbeitgeber über eine Lohnfortzahlung für mehrere Monate oder eine sogenannte Einmalzahlung. In jedem Fall darf man sich meist über eine durchaus attraktive Geldzahlung freuen. In der Privatinsolvenz sieht die Welt allerdings ein wenig anders aus, denn in diesem Fall darf eine Abfindung gepfändet werden – sie gilt im Insolvenzrecht als normale Gehaltszahlung.

Ist eine vollständige Pfändung einer Abfindung möglich?

Ein jeder Verbraucher darf sich über eine Freigrenze im Rahmen einer Privatinsolvenz freuen, die sogenannte Pfändungsfreigrenze. Hierbei handelt es sich um einen festgelegten Betrag, der sozusagen zum Überleben notwendig sein soll und entsprechend nicht gepfändet werden kann. Hierbei wird allerdings nicht nach Wohnort oder ähnlichen Faktoren unterschieden, sondern einzig und allein nach der Unterhaltssituation. Muss man nur für sich selbst aufkommen, liegt die Grenze bei knapp über 1.100 Euro. Ist man verheiratet oder hat man unterhaltspflichtige Kinder, steigt die Grenze jeweils um einige hundert Euro. Je nachdem wie hoch die Pfändungsgrenze ist, darf man auch einen bestimmten Anteil des eigenen Gehalts behalten. Dasselbe gilt natürlich auch für eine Abfindung. Doch diese liegt gleichzeitig auch signifikant höher als eine typische Gehaltszahlung. Eine komplette Pfändung ist also zwar nicht möglich, ein sehr großer Teil der Abfindung kann aber gepfändet werden – es gibt allerdings einen Ausweg.

Wie kann ich eine vollständige Pfändung verhindern?

Wer in einer schwierigen finanziellen Situation ist und das Girokonto ohne Schufa als Pfändungsschutzkonto nutzt, kann eine vollständige Pfändung einer Abfindung dennoch verhindern: Allerdings nur mit richterlichem Urteil. Vor Gericht kann man nämlich argumentieren, dass eine Abfindung für einige Monate für die Fortführung des eigenen Lebens notwendig ist und damit im Prinzip einem Gehalt für mehrere Monate entspricht. In diesem Fall kann ein Gericht erklären, dass die Abfindung nicht als Einmalzahlung gezählt wird, sondern vielmehr auf mehrere Monate angerechnet wird. Hier wird dann allerdings die Abfindung mit einem möglichen neuen Gehalt oder dem Arbeitslosengeld addiert – über die Pfändungsfreigrenze hinausgehende Beträge werden gepfändet. Richtig viel hat man von einer Abfindung in der Privatinsolvenz also leider nur selten.


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