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Zahl der Privatinsolvenzen sinkt im ersten Halbjahr 2017 deutlich

Die gute Entwicklung geht weiter: Auch 2017 wird es in Deutschland voraussichtlich deutlich weniger Privatinsolvenzen geben als im Vorjahr. Das geht aus Daten der Wirtschaftsauskunftei Bürgel hervor. Demnach meldeten im ersten Halbjahr 2017 nur noch 45.000 Menschen Privatinsolvenz an – 13,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Sind die Schuldnerberatung und ein Girokonto ohne Schufa schon zum Auslaufmodell verkommen?

Statistik ist ein gefährliches Spiel. Das zeigt sich auch an den neuen Zahlen zur Privatinsolvenz. Warum? Weil deutlich wird, dass die Realität an der Statistik vielfach vorbeigeht. Zum siebten Mal in Folge ist die Zahl der Privatinsolvenzen im ersten Halbjahr eines Jahres gefallen. Jedes Jahr müssen in Deutschland weniger Menschen Privatinsolvenz anmelden. Das sollte eigentlich heißen: Das Problem Überschuldung gehört der Vergangenheit an und kaum ein Deutscher muss mehr auf eine Schuldnerberatung und ein Produkt wie das Girokonto ohne Schufa setzen. Doch die Realität sieht ganz anders aus, denn auch weiterhin gibt es in Deutschland eine Vielzahl an Hilfsbedürftigen – deren Zahl ist in den letzten Monaten und Jahren sogar gestiegen.

Zahl der Privatinsolvenzen wird immer geringer

Im Gesamtjahr rechnet die Auskunftei Bürgel mittlerweile damit, dass die Zahl der Privatinsolvenzen in 2017 auf weniger als 90.000 sinkt. Damit liegt sie das erste Mal seit vielen Jahren wieder unter der Marke von 100.000. Zeitweise lag die Zahl der neuen Privatinsolvenzverfahren in Deutschland fast doppelt so hoch. In diesen Zeiten gab es allerdings auch deutlich weniger Schuldnerberatungen und noch kein Produkt wie das Girokonto ohne Schufa. Dennoch täuschen die neuen Zahlen ein wenig über die Realität hinweg, denn diese sieht ein wenig anders aus. Das Problem Überschuldung ist in den letzten Jahren sogar noch größer geworden – trotz der sehr guten wirtschaftlichen Lage, die von Bürgel als Begründung genutzt wird, um die neuen Zahlen als sehr positiv zu präsentieren.

Gute wirtschaftliche Lage sorgt für weniger Insolvenzen

Grundsätzlich ist die Argumentation dabei durchaus stringent: In Deutschland wird die wirtschaftliche Lage seit Jahren deutlich besser. Gleichzeitig fällt die Zahl der Privatinsolvenzen. Alles durchaus nachvollziehbar. Insbesondere in Anbetracht dessen, dass gleichzeitig auch die durchschnittlichen Löhne ansteigen und sich immer mehr Menschen in Lohn und Brot befinden. Die Arbeitslosigkeit ist auf einem Tiefstand, die durchschnittlichen Löhne auf einem Höchststand. Ja, die Statistik zeigt ganz klar in die richtige Richtung. Alles passt in die Argumentation, dass die Zahl der Privatinsolvenz immer weiter sinkt und es den Menschen in Deutschland immer bessergeht. Nur eines passt nicht: Die steigende Zahl der Überschuldeten und derjenigen, die sich Hilfe bei einer Schuldnerberatung suchen und auf ein Girokonto ohne Schufa setzen.

Privatinsolvenz ist nicht mehr der einzige Ausweg

In der guten wirtschaftlichen Lage scheint es vielmehr so, dass die Menschen mit ihren finanziellen Problemen einfach anders umgehen. Sie versuchen sich an einem Schuldenabbau über ein Girokonto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung und wollen ihre finanziellen Probleme selbst in den Griff bekommen. Der „einfache Weg“ über die Privatinsolvenz wird nicht mehr häufig in Anspruch genommen. Das liegt aber entgegen der einfachen Interpretation nicht an der guten wirtschaftlichen Lage, sondern an den Alternativen für den Schuldenabbau. Leider sinkt die Überschuldung nämlich nicht so konstant wie die Zahl der Privatinsolvenzen.


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