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Zahl der Privatinsolvenzen sorgt für ein falsches Bild

Die Zahl der Privatinsolvenzen geht in Deutschland seit Jahren zurück – doch trotz dieser Zahlen sollte man das Problem nicht aus dem Blick verloren.

In manchen Artikeln zum Thema Privatinsolvenz hat man das Gefühl, dass diese Problematik kaum mehr existiert. Die Zahl der Privatinsolvenzen liegt vielerorts nur noch im Promillebereich. Teilweise werden Vergleiche gezogen, etwa zu einem Schluck Bier. Das zieht die Problematik nicht nur ins Lächerliche, sondern übersieht auch ganz wichtige Faktoren. Während die Zahl der Privatinsolvenzen nämlich seit Jahren sinkt, gibt es anderswo ein enormes Problem: Die Zahl der Verbraucher mit Schulden steigt nämlich vielerorts an. Selbst die Zahl der Überschuldeten, also denjenigen, die ihre Schulden nicht mehr in den Griff bekommen, steigt im Deutschlandschnitt an. Nur weil es weniger Privatinsolvenzen gibt, ist das Problem also nicht kleiner geworden.

Privatinsolvenzen sind nur ein Baustein von vielen

Dass die Privatinsolvenz gerne mit Schulden im Allgemeinen in Verbindung gebracht wird, hat einen einfachen Grund: Es handelt sich meist um die Ultima Ratio im Kampf gegen die Schulden. Wer keinen anderen Weg findet, um die eigenen Schulden in den Griff zu bekommen, der meldet eben Privatinsolvenz an. Klingt einfach, oder? Die Realität sieht anders aus, denn eine Privatinsolvenz anzumelden ist gar nicht so einfach, zuvor müssen beispielsweise noch Einigungsversuche mit Gläubigern erfolgen. Dazu dauert das Verfahren inklusive Vor- und Nachbereitung meist bis zu oder gar über zehn Jahre. Wer auf ein Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung setzt, geht beim Abbau der Schulden deshalb meist einen anderen Weg. Die Privatinsolvenz ist eben nur ein Baustein von vielen mehr.

Schuldenabbau bleibt weiterhin schwierig

Auch wenn es mittlerweile durchaus eine große Zahl an Hilfsangeboten für Verbraucher gibt, die Hilfe im Bereich des Schuldenabbaus suchen, bleibt dieser doch weiter kompliziert. Selbst wer auf ein Konto ohne Schufa und eine Schuldnerberatung setzt, braucht meist mehrere Jahre, um die Schulden wieder abzubauen. Natürlich unterscheiden sich die Situationen teilweise gravierend, weswegen teilweise auch eine Privatinsolvenz die beste Option ist. Doch immer häufiger kommt es vor, dass Verbraucher lieber einen anderen Weg gehen. Der Schuldenabbau über andere Wege erscheint weniger schmerzhaft – die Privatinsolvenz kommt mit teils großen Einschnitten daher – und dauert in manchen Fällen auch weniger lang. Gerade wer keine allzu hohen Schulden hat, muss vielfach schlicht nicht in die Privatinsolvenz. Dies gilt auch, weil die Kosten einer Insolvenz nicht zu vergessen sind, denn wer die Privatinsolvenz nach drei oder fünf Jahren beenden will, muss unter anderem die Verfahrenskosten begleichen und diese liegen meist im vierstelligen Bereich.

Neues Privatinsolvenzrecht wird kaum genutzt

Fest steht auch, dass das neue Privatinsolvenzrecht von den meisten Verbrauchern nicht allzu rege genutzt wird. Das klingt im ersten Moment etwas überraschend, ist die Privatinsolvenz doch auf dem Papier einfacher geworden. Früher waren immer sechs Jahre notwendig, bis das Verfahren beendet ist. Heute ist ein Schuldenabbau bereits nach drei oder fünf Jahren möglich. Dafür allerdings müssen Verbraucher 35 Prozent ihrer Schulden sowie die Verfahrenskosten (nach drei Jahren) oder eben zumindest die Verfahrenskosten (nach fünf Jahren) zurückzahlen. Dies schaffen nach ersten Daten nur sehr wenige Verbraucher. Dass die Zahl der Privatinsolvenzen so abnimmt, obwohl das Problem genauso groß bleibt, sollte daher nicht überraschen.


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