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Zombieunternehmen bereiten Sorgen

Die meisten Unternehmen haben die Corona-Pandemie bislang überlebt – Experten sehen allerdings mittelfristig dennoch große Probleme.

Wenn sich Verbraucher Gedanken über ihre Zukunft machen, spielt der Job meist eine wichtige Rolle. Gerade in dieser Hinsicht hat die Corona-Pandemie Deutschland signifikant weniger stark getroffen als andere Länder – den Arbeitsplatz verloren haben hierzulande vergleichsweise wenige Verbraucher. Hintergrund allerdings sind weniger nur die wirtschaftlichen Entwicklungen, sondern vielmehr staatliche Unterstützungsleistungen wie die Kurzarbeit. Eine Rolle dürften aber auch die Lockerungen des Insolvenzrechts spielen, weswegen immer mehr Experten vor sogenannten Zombieunternehmen warnen. Die Entwicklungen lassen einen mit Sorge in die Zukunft blicken.

Strukturelle Probleme bei zahlreichen Unternehmen

Dass die Unternehmen in Deutschland gut dastehen, ist ein übliches Narrativ. Doch bei einem genaueren Blick wird klar, dass die Situation so gut nicht ist. Schon im Jahr 2016 brachte eine Studie von Creditreform ans Licht, dass 15,4 Prozent der Unternehmen im Prinzip überschuldet und nicht mehr überlebensfähig seien – das ist immerhin fast jedes sechste Unternehmen in Deutschland. Dabei sollte man nicht vergessen, dass die wirtschaftliche Situation zu diesem Zeitpunkt sehr gut war. Durch die Corona-Pandemie dürfte sich die Situation den staatlichen Hilfen zum Trotz für viele Firmen noch einmal verschlimmert haben. Schätzungen gehen davon aus, dass mindestens jedes fünfte Unternehmen vor einer Überschuldung stehen könnte.

Zombieunternehmen in Unternehmen aller Größen

Besonders problematisch ist dahingehend, dass Firmen aus ganz verschiedenen Wirtschaftszweigen und in unterschiedlichen Größen betroffen sind – die Folge einer Pleite könnte teilweise der Verlust von zehntausenden Arbeitsplätzen sein. Die betroffenen Verbraucher wiederum wären dann infolge der Dominowirkung ebenfalls von finanziellen Problemen betroffen und müssten teils versuchen, mit Produkten wie dem Girokonto ohne Schufa oder einer Schuldnerberatung eine Privatinsolvenz zu verhindern. Wie groß die Zombieunternehmen teils sein können, zeigt ein Beispiel aus Großbritannien, wo ein ähnliches Insolvenzrecht gilt – hier musste Thomas Cook nach vielen verlustreichen Jahren in die Insolvenz, was zahlreiche Arbeitsplätze kostete.

Verschärfung durch lockere Insolvenzregeln

Generell darf man davon ausgehen, dass viele Zombieunternehmen nicht langfristig überleben werden. Gerade in den letzten Monaten wurden die Insolvenzregeln noch einmal deutlich gelockert und teils ausgesetzt. Diese Regelung gilt auch im Januar noch und wird möglicherweise noch weiter verlängert. Dennoch ist klar: Irgendwann kommen die Unternehmensinsolvenzen, denn die Zombieunternehmen können nicht für immer überleben. Ein strukturell überschuldetes Unternehmen wird irgendwann nicht mehr wirtschaftlich arbeiten können – egal, wie gut es durch staatliche Hilfen und das Insolvenzrecht geschützt wird. Für Verbraucher sind das keine guten Nachrichten, denn auch nach der Krise droht weiterhin der Jobverlust, zumindest bei weniger gut gestellten Firmen.


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